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Schaben haben ein Bewusstsein
Auch Schaben und Bienen sind sich ihrer selbst bewusst, glaubt der Wissenschaftsjournalist Alun Anderson.1|12|08
 
   
Grünes Klima
möchte mit Dir gemeinsam das Klima schützen – im Alltag, im persönlichen Lebensstil, als Bürger und Verbraucher. 1|12|08
 
   
Schwämme erfanden Lichtleiter aus Glas
Glasfasern als Lichtleiter sind keine Erfindung der letzten Jahrzehnte. In der Natur gibt es dieses Phänomen offenbar schon seit langem. 28|11|08
 
   
Artenvielfalt schützt Klima
Planzliche Artenvielfalt erhöht nicht nur die Biomasse. Der Boden lagert dann auch deutlich mehr und viel schneller organischen Kohlenstoff ein. 21|11|08
 
   
Darwins Vermächtnis und die Entwicklung der Arten
Evolution findet täglich statt – im Kleinen wie im Grossen: Bakterien werden resistent gegen Medikamente, Fische oder Vögel spalten sich in neue Arten auf. Und auch der Blick in die Vergangenheit ist lohnend, denn die Biologen füllen immer mehr Lücken im Stammbaum des Lebens und wie dieser sich aufzweigte. Ein umfangreiches Dossier für lange Winterabende. 28|11|08
 
   
Sahara-Spinne fährt Rad
Ein Bionik-Forscher hat eine vermutlich noch unbekannte Spinnenart entdeckt, die sich rollend, mit den Beinen angetrieben, fortbewegen kann. 17|11|08
 
   
Die Macht des Superorganismus
In mancher Hinsicht übertreffen Insekten die sozialen Strukturen unserer Zivilisation. Aber wie konnten hochkomplexe Ameisenstaaten entstehen? 9|11|08
 
   
Naturschutz zwischen den Frontlinien des Kongos
Mitten in den Wirren der Kriege im Osten der Demokratischen Republik Kongo überlebt eine Population der vom Aussterben bedrohten Berggorillas. Rund 650 Wildhüter versuchen unter Einsatz ihres Lebens, die Affen und ihre Heimat zu sch ützen – nur selten erhalten sie mehr als Dank und Anerkennung für ihre Arbeit. 1|11|08
 
   
1, 1, 2, 3, 5, 8, 13, 21, 34, 55 ...
Fraktale, Goldener Schnitt, Fibonacci und Sonnenblumen. 1|11|08
 
   
Natur und Kultur sind eins
Naturwissenschaften, Kunst und Natur sind keine getrennten Bereiche, meint der Biologe Brian Goodwin. In der knapp vier Milliarden Jahre langen Evolution haben sich ein Wissen und eine Erfahrung im Umgang mit dem Leben abgelagert, von denen der Mensch lernen könnte und müsste. 28|10|08
 
   
«Der Kosmos schweigt uns an»
Naturphilosoph Bernulf Kanitscheider erläutert, warum er auch ohne den Glauben an einen Sinn des Lebens gute Laune hat. 24|10|08
 
   
Auch Ratten haben Gefühle
Ratten und Schaben fliehen bei Gefahr – spüren sie Furcht? Auch viele Tiere haben Emotionen, glaubt der Neurowissenschaftler Joseph LeDoux. Wie aber genau das Bewusstsein anderer Lebewesen aussieht, diese Frage stellt die Wissenschaft vor grosse Rätsel. 24|10|08
 
   
Soziales Umfeld macht Affen fitter
Ein komplexes soziales Umfeld war vermutlich verantwortlich dafür, dass sich die kognitiven Fähigkeiten unserer nächsten Verwandten weiterentwickelten. 17|10|08
 
   
Älteste Tier-Fussstapfen der Welt entdeckt
In Nevada haben Forscher die ältesten jemals entdeckten Fussspuren eines Tieres entdeckt. Mit einem Alter von 570 Millionen Jahren sind die nur zwei Millimeter kleinen Abdrücke eines Meeresbewohners deutlich älter als alle bisher gefundenen Hinweise auf mehrzellige Lebewesen mit Beinen. 21|10|08
 
   
Unbekannte Meereswesen
Krabben mit Riesengreifern, sonnenhungrige Quallen und jede Menge Würmer: Forscher entdecken Hunderte unbekannte Arten am Great Barrier Reef. 13|10|08
 
   
«Lieber Nackt als im Pelz»
Ariane Sommer ist der neueste Promi, der für die berühmte Kampagne vor der Kamera stand. Mit den sexy Motiven will die überzeugte Vegetarierin an die zahllosen Tiere erinnern, die jährlich ihrer Felle wegen gequält, misshandelt, vergast, erdrosselt, per Genickbruch oder analem Stromschlag getötet und nicht selten bei lebendigem Leib gehäutet werden. 17|10|08
 
   
Sahara ergrünte immer wieder
Rund 120.000 Jahre haben Wissenschaftler in der Klimageschichte der Sahara zurückgeschaut. Herausgefunden haben sie dabei Erstaunliches: In der Vergangenheit hat sich die grösste Sandwüste der Welt mehr als einmal in ein ausgedehntes Grasland verwandelt. 13|10|08
 
   
Von Sandrippeln und Fellfarben
Die Wellenmuster auf sandigem Meeresgrund sehen aus wie modelliert. Doch wenn Sandrippel entstehen, ist nur Physik am Werk. Und nach ihren Prinzipien entstehen auch Dünen in der Wüste: Die anfangs ebene Sandoberfläche ist physikalisch instabil, unter freiem Himmel ebenso wie unter Wasser. Bilder und Texte zu den Rätseln der Musterbildung in der Natur. 9|10|08
 
   
Süsse Küsse für heisse Bienen
In Bienenvölkern sorgen spezielle Tankwarte dafür, dass ihre besonders hart arbeitenden Kolleginnen immer gut mit Energie in Form von Honig versorgt werden. 9|10|08
 
   
Marsianer aus dem Untergrund
Forscher haben im Urwald eine neue Ameisen-Spezies entdeckt: Das blinde Geschöpf ist vermutlich eines der ältesten sozialen Lebewesen unseres Planeten. 1|10|08
 
   
Milliardenspende für Regenwaldschutz
Statistisch gesehen wird im Amazonas Wald von der Grösse von anderthalb Fussballfeldern abgeholzt – pro Minute. Norwegen verspricht eine Milliarde Dollar, um den brasilianischen Regenwald besser zu schützen. 1|10|08
 
   
Optimale Mässigung
Wenn Ameisen nicht mit vollem Einsatz arbeiten, kann das durchaus dem Gemeinwohl dienen. 24|9|08
 
   
Insekten erwirtschaften 150 Milliarden Euro
Bestäuber wie Bienen und Hummeln haben für die Agrarwirtschaft einen ökonomischen Nutzen von 150 Milliarden Euro jährlich. Diese Summe berechneten französische und deutsche Wissenschaftler. Demnach sind den Insekten knapp ein Zehntel des Gesamtwertes der Weltproduktion an Nahrungsmitteln zu verdanken. 27|9|08
 
   
Hilfe für die Urwaldriesen
Durch Holzeinschlag leer geräumte Regenwälder zu regenerieren ist eine schwierige Angelegenheit. Ein Möbelkonzern und eine Holzschlagfirma versuchen es im malaysischen Teil von Borneo: Aus einer Million Schösslinge sollen neue Urwaldriesen wachsen. 21|9|08
 
   
Die Rückkehr der Riesen
Elefanten, Hirsche, Wildpferde prägen die Landschaft. Ökologen wollen die tierischen Gärtner wieder einsetzen, um naturnahe Wildnis zu gestalten. 17|9|08
 
   
Gleichberechtigung bei Makaken
Auch Affen kennen eine Art Demokratie. Bei den indonesischen Tonkeamakaken gibt die Mehrheit die Richtung vor, in die sich die Gruppe bewegt. 9|9|08
 
   
Tamarin-Affen gerettet
Schutzprogramme haben dafür gesorgt, dass die Tamarin-Affen nicht mehr «akut» vom Aussterben bedroht sind, sondern nur noch als «bedrohte Art» eingestuft werden. «Der Grund für diesen Erfolg ist wohl, dass wir Akademiker und Regierungsvertreter mit der lokalen Bevölkerung zusammengebracht haben», meint Denise Rambaldi vom Tamarin-Schutzprojekt, «denn letztendlich sind die Menschen vor Ort für den Erfolg des Projekts verantwortlich. Sie helfen, auf ihr Land aufzupassen.» 1|9|08
 
   
Gedächtniskünstler
Alte Elefantenkühe können sich offenbar an Jahrzehnte zurückliegende Ereignisse erinnern. Damit sind sie lebenswichtig für ihre Herde. 28|8|08
 
   
Gärtner der Meere
Wale sind für die Umwelt wichtiger als gedacht. Das Abschlachten der Tiere betrifft deshalb nicht nur die Meeressäuger selbst: Ohne sie verkümmern die Ozeane. 28|8|08
 
   
Fonds zur Rettung des Regenwaldes
Die brasilianische Regierung hat einen Fonds für Spenden zur Rettung des Regenwalds eröffnet. 24|8|08
 
   
Einmalige Delphin-Aufnahmen
Seit wenigen Jahren gelten die Stupsflossen-Delphine vor der Küste Australiens als eigene Art. 21|8|08
 
   
Moratorium auf Torfwälder
Riaus Gouverneur hat sich kürzlich dafür ausgesprochen, die Zerstörung der Urwälder und Torfgebiete in der indonesichen Provinz zu stoppen. Durch das Moratorium könnte der Ausstoss von Millionen Tonnen CO2 verhindert werden. 28|8|08
 
   
«Mischwesen» viel häufiger als gedacht
Wenn aus einer Verbindung zwischen Löwe und Tiger ein Liger entsteht, ist das auf den ersten Blick mehr als ungewöhnlich. Solche «Mischwesen» aus verschiedenen wild lebenden Arten sind laut einer neuen Studie aber offenbar viel häufiger als bisher angenommen. 24|8|08
 
   
Genug Platz für Wildkatzen
Ein internationales Forscherteam hat erstmals ein Modell entwickelt, das potenzielle Lebensräume und Wanderkorridore für die Europäische Wildkatze identifiziert. 17|8|08
 
   
Fledermaus-Hotspot im Regenwald
Fledermäuse sind eine Erfolgsgeschichte der Evolution, sie bilden die zweitgrösste Gruppe von Säugetieren. Jetzt haben Berliner Forscher ein Gebiet entdeckt, das die höchste Dichte an Fledermausarten aufweist, die je ermittelt worden ist. 5|8|08
 
   
Gewaltiger Mikrokosmos im Meeresboden
Die Tiefe lebt: Im Ozeanboden, tief unter der Wasseroberfäche wimmelt es von winzigen einzelligen Organismen, den Archaeen. Neue Daten belegen, dass die Ablagerungen am Meeresboden umgerechnet in Kohlenstoff etwa 90 Milliarden Tonnen mikrobielles Leben bergen – ein Zehntel der Kohlenstoffmenge, die die tropischen Regenwälder speichern. Die Arbeit wirft ein neues Licht auf die Zusammensetzung der Biosphäre unseres Planeten. 17|8|08
 
   
Forest Love
Die Europäische Kommission hat die entscheidende Abstimmung zum Regenwaldschutz bezüglich der illegalen Abholzung auf September verschoben. Greenpeace will sicher gehen, dass dieses wichtige Thema bei den Politikern während ihres Sommerurlaubs nicht in Vergessenheit geriet. 17|8|08
 
   
Der Fischflüsterer
Der australische Verhaltensbiologe Culum Brown erkundet das Verhalten von Fischen und lehrt seine schwimmenden Schützlinge, wie sie besser überleben können. Der Mann hat herausgefunden, dass Fische sogar eine einfache Form des Lesens beherrschen.
 
   
Ein Reservat für die Alpen der Tiefsee
Entlang des mächtigen Mittelatlantischen Rückens, der sich vom Nordpol bis fast an den Südpol erstreckt, soll eines der grössten Meeresschutzgebiete der Welt entstehen. Ziel ist es, menschliche Eingriffe wie die zerstörerische Schleppnetzfischerei zu unterbinden. 24|7|08
 
   
Pflanzen mit Gefühl
Sie stehen festgewurzelt an ihrem Platz und warten scheinbar passiv und unbewegt darauf, dass es regnet oder die Sonne scheint. Auch wenn manche Menschen mit ihrer Yuccapalme oder der Balkonblume sprechen, glaubt doch niemand daran, dass Pflanzen hören, sehen oder gar fühlen können wie es Mensch und Tier können. Doch es gibt Wissenschaftler, die das ganz anders sehen und für die es zwischen dem Tier- und Pflanzenreich kaum Unterschiede gibt. 8|8|08
 
   
Smart-Breeding
In der Pflanzenzüchtung könnte sich eine Revolution anbahnen: Smart-Breeding. Die neue Technik stärkt die natürlichen Abwehrkräfte von Mais gegen den gefürchteten Maiszünsler. Und sie kommt völlig ohne Gentechnik aus. 12|7|08
 
   
Im Kuriositätenkabinett der Kreaturen
Unser Planet kennt kaum Orte, die das Leben nicht erreicht hat. Von der Tiefsee bis zum Hochgebirge – überall siedeln Organismen, die sich selbst an extremste Umweltbedingungen angepasst haben. Aber besondere Umstände erfordern besondere Strategien, sowohl zum Überleben als auch zur Fortpflanzung. Das erklärt die Vielfalt der Arten mit ihren uns häufig bizarr und rätselhaft erscheinenden Formen und Verhaltenweisen. 5|8|08
 
   
Tierische Navigation
Sie sind schwimmende Navigationskünstler: Robben können sich bei längeren Reisen im Meer offenbar an den Sternen orientieren. Ihr Orientierungssinn ist möglicherweise noch besser ausgebildet als der von Vögeln. 9|7|08
 
   
Bienen verstehen auch fremde Tänzerinnen
Völkerverständigung der besonderen Art: Asiatische Honigbienen können die Schwänzeltänze ihrer weit entfernten europäischen Verwandten verstehen und sogar erlernen. Und das, obwohl beide Völker sich evolutionär schon vor vielen Millionen Jahren auseinander entwickelt haben. 1|7|08
 
   
Erfolgsmodell Biene
Zwischen den Blüten der Welt schwirren mehr verschiedene Bienen umher als bislang angenommen. Eine von amerikanischen Forschern neu erstellte Liste der Bienenverwandtschaft umfasst beinahe 19.500 Arten – gut 2.000 mehr als bis dato erfasst. 24|7|0
 
   
Rasante Erholung in Totalreservaten
In Schutzgebieten, in denen der Fischfang völlig verboten ist, können sich die Bestände überfischter Arten rasch und vollständig wieder erholen. Die Studie von Garry Russ von der James Cook University im australischen Townsville und seinen Kollegen gibt Naturschützern damit ein weiteres Argument für die Einrichtung derartiger Reservate in die Hand: Diese sollen Überfischung verhindern und die Fischerei für die Zukunft sichern. 17|7|08
 
   
Das Raunen des Alls
Das All ist stumm und still, denn das Vakuum des Raums kann keine Schallwellen übertragen. Dennoch ist es angefüllt mit Radiosignalen – von der Sonne bis an die Grenze zu den interstellaren Weiten. Und diese Radiowellen lassen sich in hörbare Töne übersetzen. Was herauskommt, sind zwitschernde, pfeifende und pulsierende Hörproben unseres Sonnensystems. 27|6|08
 
   
Erholung bei Buckelwalen
Zu Beginn der 60er-Jahre beinahe ausgerottet, hat sich der Buckelwal zumindest in Teilen seines Verbreitungsgebietes gut erholt. Genauere Zahlen dazu liefert nun ein grossangelegter Vergleich von Flossenfotografien. Im nördlichen Pazifik dürften heute demnach bis zu 20’000 Vertreter der ob ihrer kunstvollen Gesänge berühmten Art leben. 13|6|08
 
   
Der Boden lebt
Ohne Boden kein Frühstück. Ohne ihn hätten wir morgens kein Brot, kein Müsli, keinen Orangensaft. Denn alle diese Zutaten gäbe es ohne die Fruchtbarkeit der Böden nicht. Boden ist unsere Lebensgrundlage – im wahrsten Sinne des Wortes. Aber wer von uns weiss schon besonders viel darüber? Etwa welchen Einfluss die nicht erneuerbare Ressource Boden auf die Pflanzen- und Tierwelt hat? Wovon Bodenfruchtbarkeit überhaupt abhängt und vor allem: wer dort unten lebt – in dieser unterirdischen Wohngemeinschaft von Regenwürmern, Springschwänzen, Milben und Co.? 13|6|08
 
   
Wenn der Löwe mit dem Löwen
Das ausschweifende Sexualleben der Bonobo-Affen könnte so manchem die Schamesröte ins Gesicht treiben: Da gibt es Gruppensex, Penisfechten der Männchen und lesbische Liebesakte der Weibchen. Homosexuelles Verhalten wurde schon bei mehr als 1000 Tierarten beobachtet, von Würmern und Insekten bis zu Vögeln und Säugetieren. Auch wenn Vergleiche gerne gezogen werden: Im Tierreich erfüllt Homosexualität eine andere Funktion als beim Menschen. Es geht um die Bildung von Allianzen, Stressabbau, um Akzeptanz in der Tiergemeinschaft oder darum, Stärke zu demonstrieren. Eine Galerie. 11|6|08
 
   
Die Ernährung der Welt hängt von etwa 30 Pflanzenarten ab
Während das Aussterben seltener Wildpflanzenarten zu Recht für Schlagzeilen sorgt, ist der Verlust genetischer Vielfalt bei Nutzpflanzen ein vergleichsweise wenig beachtetes Thema. Nur etwa 30 der mehr als 30 000 essbaren Pflanzenarten haben signifikante Bedeutung als Nahrungs- oder Futterpflanzen. Von diesen wenigen Pflanzenarten hängt letztlich die Welternährung ab. 28|5|08
 
   
Erdbeben-Warnung durch Kröten
Tiere spüren eine nahende Katastrophe - das legen zumindest diverse Berichte nahe. Mäuse warnten 1976 vor einem Beben in Italien, 2004 flüchteten Elefanten vor dem Tsunami in Asien. Tage vor dem verheerenden Beben in China verhielten sich Hunderttausende Kröten auffällig. Was fühlten sie? 19|5|08
 
   
Mensch und Natur: Beginn einer Freundschaft
Kleine Eisbären sind Popstars, Wale geheiligte Wesen, Bäume werden umarmt. Die Sympathie für die ungezähmte Natur wächst. Wir spenden für Robben, machen Gesetze für Fledermäuse, gehen in Naturfilme, besuchen Nationalparks und veranstalten globale Konferenzen. Ein Mensch, der Wölfe schützen will, wäre noch vor wenigen Generationen für verrückt gehalten worden. Jahrtausendelang fragten sich unsere Vorfahren beim Anblick eines Tiers nur das eine: Frisst es mich, oder kann ich es essen? Die UN-Naturschutzkonferenz diskutiert in Bonn, wie sich die biologische Vielfalt erhalten lässt. Aber warum eigentlich? Ein Plädoyer für den Artenschutz. 14|5|08
 
   
Unberührter Regenwald reinigt die Atmosphäre
Dass die Tropen die Atmosphäre reinigen und das Klima regeln, ist schon lange bekannt. Doch wie funktioniert dies? Darauf haben jetzt Max-Planck-Forscher eine Antwort gefunden. Um die Atmosphärenchemie über dem Regenwald Amazoniens genauer zu untersuchen, setzten sie im Oktober 2005 ein Forschungsflugzeug ein und führten zusätzlich Messungen in der Bodenstation Brownsberg in Surinam durch. Die jetzt veröffentlichten Ergebnisse verblüffen die Wissenschaftler: Denn die Reinigungskraft der natürlichen Atmosphäre ist viel grösser als bisher angenommen. 7|5|08
 
   
Fledermäuse forsten tropische Wälder auf
Fledermäuse können bei der Wiederaufforstung tropischer Wälder helfen, indem sie Samen von Bäumen verbreiten. In einem Pilotprojekt verteilten sie mit ihren Ausscheidungen Samen von mehr als 60 Pflanzenarten rund um die künstlich angelegten Nistkästen - sie legten damit die Grundlage für einen neuen Wald. 21|4|08
 
   
Der umsichtige Affe
Affen verblüffen die Forscher immer wieder mit ihren geistigen Leistungen. Sogar in ihre Artgenossen können sie sich einfühlen und deren Absichten erkennen. Dennoch ist unklar: Können sie auch rational und logisch denken? 16|4|08
 
   
Meeresalgen beeinflussen Weltklima
Um die Folgen des Klimawandels auf Meeresalgen zu klären, unterstützt der Europäische Forschungsrat ein neues Projekt am Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung. Das Projekt PhytoChange wird von der EU gefördert. Für den gesamten Kohlenstoffhaushalt des Planeten spielt das so genannte Phytoplankton eine wesentliche Rolle, denn es ist nicht nur Nahrungsgrundlage, sondern auch CO2-Speicher. 14|4|08
   
   
Weltgrösstes Meeresschutzgebiet
Der Pazifikstaat Kiribati hat die weltweit grösste Meeresschutzzone proklamiert. Das Gebiet mit einer Fläche grösser als Deutschland umfasst einzigartige Riffe und acht Korallenatolle mit einem grossen Fisch- und Vogelvorkommen. 3|3|08
   
   
Internationales Jahr des Planeten Erde
Am Sitz der UNESCO in Paris wurde am 15. Februar das «Internationale Jahr des Planeten Erde» (IYPE) feierlich eröffnet. Es soll die Bedeutung und den Nutzen der modernen Geowissenschaften für die Gesellschaft und für eine nachhaltige Entwicklung verdeutlichen. 22|2|08
   
   
Tarnspezialisten im Farbenrausch
Die Fähigkeit zur Veränderung ihrer Farbe haben Chamäleons nicht zur Tarnung, sondern als Kommunikationsmittel entwickelt. Australische Forscher haben beobachtet, dass sie am stärksten ihre Farbe ändern, wenn sie Artgenossen begegnen. 18|2|08
   
   
Chaos in einem Ökosystem
Das Wissenschaftsjournal Nature berichtet von einer Entdeckung, die das traditionelle Bild vom ökologischen Gleichgewicht in Frage stellt. Mit einem Langzeitexperiment konnte gezeigt werden, dass die  Konzentrationen der Arten einer Lebensgemeinschaft von Planktonorganismen chaotisch schwankten. Schon in den 1970iger Jahren  hatten Theoretiker der Ökologie auf Grund von Modellrechnungen  vorausgesagt, dass die Populationen von Pflanzen und Tieren auf  unvorhersehbare Weise schwanken können. Diese aus der Chaostheorie  abgeleitete Vermutung löste heftige Diskussionen aus und wurde  grösstenteils abgelehnt. Nun liegt der experimentelle Beweis vor. 22|2|08
   
   
China: Kampf den Plastiktüten
In China sterben jedes Jahr zehntausende Wale, Robben und Schildkröten, weil sie weggeworfene Plastiktüten für essbar halten. Auch deshalb will die chinesische Regierung bis zu den Olympischen Spielen Plastiktüten verbieten und die Umweltverschmutzung im Reich der Mitte eindämmen. 1|2|08
   
   
Auch Schimpansen haben eine echte Kultur
Kultur im Sinne eines angelernten sozialen Verhaltens galt immer als eine Domäne des Menschen. Doch auch in Schimpansenkolonien gibt es echte Kultur. Das belegt eine jetzt eine aktuelle Studie. Sie widerspricht damit der bisher gängigen Lehrmeinung, solche pseudokulturellen Verhaltensweisen bei den Tieren wären genetisch basiert. 28|1|08
   
   
Die marine Agrarkultur
Nur ein Prozent der weltweiten Wüstenfläche reicht jetzt aus, um darauf klimaneutralen Sprit, Strom und Gas für die gesamte Menschheit zu produzieren. Schleichende und unblutige Revolutionen sind meistens erst im Nachhinein identifiziert worden. Anfang des 21. Jahrhunderts ist das anders. Die dritte Industrielle Revolution steht unmittelbar bevor. Wer aufmerksam unterwegs ist, spürt das jeden Tag. 21|12|07
   
   
Bäume zeigen Muskeln
Kraft ist nicht nur eine Sache von Muskelmasse – das beweisen Bäume, die ihre Zweige aufrichten, oder die Körner des wilden Weizens, die sich selber in die Erde bohren. Welche Materialien den Pflanzen diese Kraftanstrengungen ermöglichen, erforschen Peter Fratzl und seine Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung. Und nach den Prinzipien, die sie dabei entdecken, konstruieren sie künstliche Muskeln und besonders steife Werkstoffe. 12|12|07
   
   
2007 wurden mehr als 1 Milliarde Bäume gegen den Klimawandel angepflanzt
Nach Angaben der UN-Umweltbehörde UNEP sind allein in Äthiopien 700 Millionen und in Mexiko 217 Millionen Bäume gepflanzt worden sein. In der Türkei sollen 150 Millionen, in Kuba 96 Millionen, in Marokko 20 Millionen oder in Brasilien 16 Millionen eingepflanzt worden sein. In Indonesien will man angeblich an einem Tag 80 Millionen anpflanzen. 7|12|07
   
   
Orang-Utan-Schutz ist Klimaschutz
Sie sind intelligent, liebenswert und uneigennützig - doch der Mensch stellt den Orang-Utans gnadenlos nach. Willie Smits, der Leiter des weltweit grössten Primatenschutzprojekts, berichtet über seine persönlichen Erfahrungen mit den Menschenaffen, über Tier- und nicht zuletzt über Umweltschutz. Der gebürtige Niederländer Willie Smits leitet die Borneo Orangutan Survival Foundation (BOS), die bislang schon mehr als tausend Tiere aufgenommen hat. 23|11|07
   
   
Nebelmelker vertreiben Dürre
Zwei Wissenschaftler haben in Peru ungewöhnliche Massnahmen zur Dürrebekämpfung erfolgreich umgesetzt. Die Aachener Forscher «melken» den Nebel in den Küstenhügeln Perus und nutzen das auf diese Weise gewonnene Wasser für die Versorgung aufgeforsteter Regionen. 7|12|07
   
   
Muttererde bedroht Mutter Erde
Die Schichten nahe der Erdoberfläche enthalten mehr Kohlenstoff als Erdatmosphäre und Biomasse zusammengenommen. Was da direkt unter unseren Füssen vergraben ist, besteht vor allem aus Verfallsprodukten der Biomasse, die sich hier über sehr lange Zeit angereichert haben. Wie jeder organische Stoff, sind auch diese unterirdischen Deponien vor Zerfall und Zersetzung durch Mikroorganismen nicht sicher. Bleibt dieses Reservoir auch bei Klimaveränderungen stabil? 16|11|07
   
   
Faszinierende Welt des Winzigen
Unter dem Mikroskop gibt es eine Welt zu sehen, die dem menschlichen Auge normalerweise verborgen bleibt. In einem Fotowettbewerb der besonderen Art werden jährlich die besten Mikroskop-Aufnahmen gekürt - Bilder, die die Schönheit und Komplexität des Lebens dokumentieren. 1|11|07
   
   
Klug, klüger, am klügsten – Intelligenz bei Tieren
Dass Tiere zu besonderen Intelligenzleistungen fähig sind, zeigen immer mehr Fachpublikationen. Wie sich diese Fähigkeiten entwickelten, ist noch unklar. Womöglich förderte das gesellschaftliche Leben die Intelligenz. 1|11|07
   
   

Time Magazine ehrt den Schweizer Tierschützer
Karl Ammann

Ehrung für einen unbequemen Schweizer: Der in St. Gallen geborene Fotograf und Filmjournalist Karl Ammann (58) ist am 25. Oktober in London vom renommierten Magazin Time mit der Auszeichnung "Hero of the Environment" geehrt worden. 1|11|07

   
   
Über die Würde der Pflanzen
Pflanzen sind keine passiven Automaten, sondern reagieren intelligent auf ihre Umwelt. «Sie besitzen eine Würde wie Tiere auch», sagt der Botaniker Jürg Stöcklin von der Universität Basel. Darum müssten Pflanzen und ihre Lebensräume geschützt werden. In seiner Forschung widmet sich Jürg Stöcklin vor allem der Ökologie und Artenvielfalt der Pflanzen im Alpenraum. Als Politiker setzt er sich für grüne Anliegen im urbanen Lebensraum ein. Ein Podcast von Schweizer Radio DRS. 19|10|07
   
   
Fotokunst aus dem All
Forscher haben aus zahlreichen Satellitenbildern eine Gesamtansicht der Erde montiert. Das Ergebnis ist nicht nur ein faszinierendes Bild, sondern zeigt auch, wie Satelliten inzwischen jeden Winkel des Planeten auf verschiedene Arten beobachten können. 19|10|07
   
   
Wetter, das es so nicht gegeben hat?
Dass alte Bilder von Landschaften auch viel über das Wetter von früher erzählen, ist offensichtlich. Für Klima-Forscher kann das interessant sein, wie eine Schlussfolgerung des Evolutionsbiologen Josef Reichholf illustriert: Dem Naturgeschichtler zufolge ist die «kleine Eiszeit» im 16. Jahrhundert sehr schön auf Bildern der holländischen Meister dokumentiert, die vereiste Grachten zeigen, auf denen Holländer Schlittschuh laufen: «Das lernt man nicht in einem Winter. Es muss viele solche Winter gegeben haben.» 15|10|07
   
   
Bjørn Lomborg
kritisiert in seinem kürzlich erschienenen Buch Cool It! primär die übertriebene Darstellung möglicher Folgen des Klimawandels durch Proponenten, wie z.B. Friedensnobelpreisträger Al Gore, George Monbiot oder Nicholas Stern, Organisationen wie das IPCC und NGOs wie Greenpeace, sowie durch die Medien und Politiker. Primäres Ziel der Kritik ist das Festhalten an den Zielen des Kyoto-Protokolls, da dessen Umsetzung praktisch keinen Nutzen gegen die Globale Erwärmung brächte und die Erwärmung im besten Fall um fünf Jahre hinauszögern könne. Stattdessen sollten besser die im Kopenhagener Konsens vorgeschlagenen Massnahmen für dringlichere Probleme der Menschheit, wie die Unterernährung, Wasserversorgung, Krankheiten und Massnahmen gegen Hurrikane und Überschwemmungen umgesetzt werden, welche wesentlich mehr Nutzen um einen Bruchteil der Kosten brächten und somit wesentlich nachhaltiger wären. 15|10|07
   
   
Der Footprint
Der Schweizer Mathis Wackernagel ist der Vater einer Methode mit der man den ökologischen Fussabdruck messen kann. Der Footprint beschreibt die Auswirkungen des Menschen auf sein Biotop. Anfang der 90er war es, als Wackernagel, damals noch in Kanada, den Footprint konzipiert hat. Als er mit dem Instrumentarium daran ging, die Biokapazität, Angebot und Nachfrage, in langen Zahlenreihen zu ermitteln, stellte er fest: Die Menschheit hat bereits eine historische Schwelle überschritten. Mitte der 80er Jahre war es, seit dieser Zeit verbraucht sie mehr Ressourcen, als der Planet bereitstellen kann. 10|10|07
   
   
Regenwald «ergrünt» bei Dürre
Die Regenwälder des Amazonas scheinen erheblich widerstandsfähiger gegenüber einer Trockenheit zu sein als bisher angenommen. Eine Studie zeigt, dass die Wälder während der Dürre im Jahr 2005 sogar besonders stark wuchsen. Damit widerlegt sie ein Klimamodell, das ein «Vergilben» des Regenwalds schon nach einem Monat Dürre und einen Kollaps bei anhaltender Dürre vorhersagt. 1|10|07
   
   
Ökoschuldentag
Bis zum 6. Oktober 2007 hat die Menschheit von den Erträgen der Erde gelebt. Danach und für den Rest des Jahres geht es an die Substanz. Dabei rutscht der Ecological Debt Day, der Ökoschuldentag, Jahr für Jahr im Kalender weiter nach vorne. Hinter dieser symbolischen Zäsur steht ein einfaches Messinstrument, mit dessen Hilfe man die ökologischen Kapazitäten des Planeten erfassen und managen kann: der Footprint, der ökologische Fussabdruck. Millionen Zahlen sind die Basis. Damit lässt sich der Footprint eines Menschen, einer Stadt, eines Landes oder der Menschheit als Ganzes berechnen. 10|10|07
   
   
Vögel sehen Erdmagnetfeld
Zugvögel nutzen das Erdmagnetfeld um sich auf ihren tausende von Kilometer langen Reisen zurechtzufinden. Wie genau, ist bisher nicht vollständig geklärt. Jetzt sind Wissenschaftler dabei einen entscheidenden Schritt weitergekommen: Denn offenbar nehmen die Vögel das irdische Magnetfeld als visuellen Eindruck wahr. 5|10|07
   
   
Korallensex: Riffnachbarn feiern mit
Wenn die Korallen Hochzeit halten, sehen Taucher mitunter die Hand vor Augen nicht mehr. Doch nicht nur für die Blumentiere markiert das massenhafte Ausstossen von Geschlechtszellen eine besondere Zeit, haben deutsche Meeresbiologen und Kollegen aus Australien und den Vereinigten Staaten ermittelt. Das gesamte Riff legt sich ins Zeug und verhindert so, dass kostbare organische Substanz verloren geht. 21|9|07
   
   
43 neue Tierarten auf Madagaskar entdeckt
Die Artenvielfalt der Insel Madagaskar ist legendär. Jetzt hat die Natur hier erneut für Überraschungen gesorgt: Gleich 43 neue Arten von Tausendfüsser und Insekten haben deutsche Forscher im Südosten der Insel entdeckt. 12|9|07
   
   
Goldener Frosch von Supatá
In den Tiefen der Ozeane und dem Dickicht der Regenwälder leben noch viele unbekannte Tierarten. Jetzt gelang Forschern in Kolumbien wieder eine spektakuläre Entdeckung: ein gelb schimmernder Frosch. 3|9|07
   
   
Schonzeit für kleine Fische
In den Gewässern um die Philippinen begrenzen Fischer ihren Fang -  ein Zukunfts-Projekt mit Vorbildcharakter. 1|9|07
   
   
Auf dem Holzweg
Weltweit fallen Wälder, um Platz zu machen für Monokulturen und 
Plantagen auf denen Energiepflanzen wachsen sollen - etwa Ölpalmen in Indonesien oder in Ecuador und Soja sowie Zuckerrohr in Brasilien. Dabei wird jedoch weitaus mehr Kohlendioxid freigesetzt, als anschliessend durch das Verfeuern von Biosprit statt Benzin eingespart wird. 21|8|07
   
   

Weisheit der Winzlinge
Ameisen, Bienen und Vögel weisen neue Lösungen für komplexe Probleme: Die Art, wie Einzelwesen im Kollektiv richtig reagieren, obwohl sie keinen Anführer haben, inspiriert Wissenschaftler zur Entwicklung neuer Lösungen wirtschaftlicher und technischer Probleme. 15|8|07

   
   
Neue Arten aus dem «Vergessenen Wald»
Gleich sechs neue Tierarten haben Wissenschaftler in einem Wald in der Republik Kongo entdeckt. Der westlich vom Tanganjikasee liegende Urwald konnte wegen der politischen Unruhen seit 1960 nicht mehr von Forschern betreten werden. Die Biologen rechnen künftig mit noch weitaus mehr Entdeckungen. 13|8|07
   
   
Moose futtern Feinstaub
Moose sind Feinstaub-Filter. Wie ein biologisches Mikrofaser-Staubtuch schlucken sie grosse Mengen der Partikel aus der Luft. Viele Abgas-Bestandteile dienen ihnen sogar als Nahrung, fanden Biologen heraus.
Manche Schadstoffe werden ausserdem durch Bakterien abgebaut, die auf den Moosblättchen leben. 13|8|07
   
   
Bienen: Promiskuität für das Wohl des Volkes
Warum paaren sich Bienenköniginnen gleich mit Dutzenden von Männchen? Welchen Nutzen hat diese extreme Promiskuität? Die Antwort auf diese Frage liefern jetzt amerikanische Forscher in der Zeitschrift Science. Sie stellten fest, dass der dadurch genetisch uneinheitliche Nachwuchs weitaus robuster und produktiver ist als Völker von monogamen Königinnen. 1|8|07
   
 
Der grosse Klimawandel-Schwindel
Schlagkräftige Dokumentation des Schwindels der globalen Erwärmung, die vor einigen Monaten im britischen Kanal 4 lief. Es geht nicht allein um Fakten. Dem Zuschauer wird ein pädagogischer Einblick in die Methoden wissenschaftlicher Arbeit gegeben, die diesen Namen - im Gegensatz zu den gebetsmühlenartig wiederholten Mantras des IPCC - auch verdient. Der Film ist hier mit deutschen Untertiteln zu sehen. 29|7|07
 
 
Vegetarische Ernährung schützt das Klima
Der Verzehr von einem Kilogramm Rindfleisch produziert mehr Treibhausgase als drei Stunden Autofahren - etwa 250 Kilometer Strecke -, wobei man die heimische Wohnung noch hell erleuchtet zurück lassen dürfte. Zu diesem Resultat gelangten japanische Forscher, welche die Produktionsbedingungen von Rindfleisch untersuchten. 29|7|07
 
   
Artenschwund fällt auf Menschheit zurück
Die Artenvielfalt ist nicht nur ein Wert an sich, auch für uns Menschen ist sie wichtiger als bisher angenommen. Denn wie eine jetzt in Nature veröffentlichte Studie zeigt, kann bereits der Verlust weniger Arten ökologische Prozesse beeinträchtigen, auf die die Menschheit angewiesen ist. 29|7|07
 
 
Schmetterlinge schlagen zurück
Einen Fall extrem rascher Evolution hat eine internationale Forschergruppe in der Südsee beobachtet. Der Männchen-Anteil in dortigen Schmetterlingspopulationen stieg von kaum 1 Prozent binnen einen Jahres auf knapp 39 Prozent. Wahrscheinliche Ursache ist das Auftauchen einer Genvariante, die die Falter gegen ein männermordendes Bakterium schützt. 23|7|07
   
 
Costa Rica erklärt der Natur den Frieden
Costa Ricas Präsident Oscar Arias will der Umweltzerstörung ein radikales Ende setzen - und die ganze Welt auf seinem Weg mitnehmen. Der Friedensnobelpreisträger hat ein Vier-Punkte-Programm vorgestellt, das unter anderem die vollständige Einstellung des CO2-Ausstosses vorsieht. 23|7|07
   
 
Waldraub auf Sumatra stoppen
Mit einem Protestbrief können Sie die Bauernproteste gegen einen drohenden weiteren Kahlschlag auf Sumatra unterstützen. Die Organisation «Schützt den Regenwald» konnte vor kurzem in Ecuador einen grossen Erfolg verbuchen. Mehr Infos und einen Musterbrief finden Sie unter: 21|7|07
   
 
Laue Luft auf Grönland
Im südlichen Grönland, heute von einem zwei Kilometer dicken Eispanzer bedeckt, herrschte einst ein vergleichsweise mildes Klima. Zu diesem Schluss kommt eine internationale Forschergruppe nach der Analyse eines Eisbohrkerns. Darin enthaltene DNA lässt vermuten, dass in dem Gebiet vor über 450.000 Jahren Schmetterlinge zwischen Gräsern, Blumen und Bäumen umherflatterten. 15|7|07
 
   
Ameisen mit Elefantengedächtnis
Teilen, Herrschen und Erinnern: Ein Gedächtnis für einzelne Tiere konnten dänische Biologen bei bestimmten Ameisenköniginnen beobachten. Die Tiere sparen durch ihr verblüffendes Erinnerungsvermögen Energie im königlichen Machtkampf. 13|7|07
 
   
Öko-Vision mit Lebenslust
Ob kompostierbares T-Shirt oder wiederverwertbarer Bürostuhl: Chemie-Professor Michael Braungart, Gründer der Umweltagentur EPEA, propagiert den ewigen Kreislauf der Stoffe. 1|7|07
 
 
Eisberge düngen das Meer
Eisberge bieten nicht nur einen spektakulären Anblick, sie haben auch merklichen Einfluss auf das Meeresleben. Das haben amerikanische Forscher anhand zweier unterschiedlich großer Eisberge ermittelt. Von den «schwimmenden Inseln» abgegebene Mineralien lassen das Meeresleben im Umkreis von einigen Kilometern förmlich aufblühen. 1|7|07
 
 
Grosses Theater bei der Partnersuche
Neuguineas Urwälder gleichen Varieté-Bühnen: Wesen voller schillernder Federn buhlen mit raffinierten Tänzchen um sexuelle Gunst. Die aufwendige Balz widerspricht den gängigen Kosten-Nutzen-Rechnungen der Evolutionstheorie - doch bei Paradiesvögeln gelten eben andere Regeln. 23|6|07
 
 
Auch Tiere haben ihren eigenen Kopf
Eigenbrötler-Eidechsen, Draufgänger-Fische und schüchterne Schafe: Die Belege mehren sich, dass es auch im Tierreich ganz eigene Persönlichkeiten gibt. Nur menschliche Überinterpretation? Nein, sagen jetzt Forscher und zeigen: Das erstaunliche Phänomen würde evolutionär Sinn ergeben. 21|6|07
 
 
Rätselhafte Schönheiten
Die mysteriösen Leuchtwolken erinnern an Nordlichter, und doch sind sie keine: Leuchtwolken entstehen nicht durch Teilchenströme, sondern durch Wassereis, und sie leuchten nicht aus sich heraus, sondern reflektieren nur das Sonnenlicht. In 80 Kilometern Höhe, in der sogenannten Mesosphäre, färben sich die Eiswolken silbern, es fängt an, zu glitzern. Ein neuer Nasa-Satellit hat schon etliche dieser Leuchtgebilde entdeckt. 15|6|07
   
 
Biologen zeigen: Es gibt doch einen freien Willen. Jedenfalls bei Taufliegen
Drosophila melanogaster, die schwarzbäuchige Taufliege, hat es nicht leicht, seit sie Anfang des 20. Jahrhunderts für die Wissenschaft entdeckt wurde. Sie muss sich mit harter Röntgenstrahlung beschiessen lassen, muss mit ihren eigenen Geschwistern Nachkommen zeugen und wird in jede mögliche Richtung mutiert. Aber eines hat sie sich dabei offensichtlich trotzdem bewahrt: ihre Spontaneität und ihren freien Willen. 9|6|07