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«Optische Täuschungen sind ein Blick in die Zukunft»
«Unser Gehirn stellt die ganze Zeit Vermutungen an, was im nächsten Moment passiert», sagt der Psychologe Prof. Mark Changizi vom Polytechnischen Institut Rensselaer (USA). «Dass das so ist, können wir bei optischen Täuschungen feststellen.» Signale brauchen von den Augen zum Gehirn eine Zehntelsekunde. Das Gehirn muss extrapolieren, denn sonst könnte es keinen Ball fangen: Ein Ball, der einen Meter pro Sekunde fliegt, wäre sechs Grad von der Position entfernt, in der wir ihn gesehen haben. 5|11|08
 
   
Die Grammatik der Aliens
John Elliott von der Leeds Metropolitan University hat im Rahmen der SETI-Forschung ein Programm entwickelt, um zumindest die Struktur der Sprache zu entziffern, mit der Ausserirdische versuchen könnten, mit uns zu kommunizieren. Dieses Grammatik-Werkzeug soll der erste Schritt sein, um zu verstehen, was sie uns eigentlich sagen wollen, wenn ihre Signale auf der Erde eintreffen. 1|11|08
 
   
Zeit des Proteismus
Über die Zukunft des Menschen und die Gegenwart als Frühgeschichte einer proteischen Zukunft sinniert Michail Epstein; ein Auszug. 21|10|08
 
   
Globally Integrated Village Environment
Das GIVE Projekt beschäftigt sich mit dem Lebensraum der Zukunft, in dem Telematik und Informationstechnologie wieder kleinräumigere Siedlungseinheiten, tragfähig und naturverbunden, ermöglichen. 9|10|08
 
   
Nahrungsmittel der Zukunft
Noch immer wird der Erdapfel unterschätzt, doch jetzt wird die Königin der Nachtschatten gefeiert. Die Vereinten Nationen haben 2008 zum Jahr der Kartoffel erklärt, um das öffentliche Bewusstsein für die Bedeutung der nahrhaften Knolle für die Welternährung zu sensibilisieren. 12|8|08
 
   
2012 Kornkreis
Eine Mitte Juli im englischen Avebury entdeckte neue Kornkreisformation stellt nicht nur unser Sonnensystem dar, sondern zeigt zugleich das zurzeit meistdiskutierte Datum des Maya-Kalenders an. 8|8|08
 
   
Nachhaltiger Konsum
In der Diskussion um Nachhaltigkeit und Klimawandel ist allen Beteiligten klar, dass man um massive Massnahmen und auch um eine ausgiebige materielle Konsumreduktion nicht umhin kommt. Bisher ging es aber um ein Hinausschieben. Um Wachstumsbremsen bzw. Konsumreduktion hat man sich überhaupt gedrückt. Unbeabsichtigt könnte hier das politisch nicht mehr steuerbare Wirtschaftssystem in einer Art «List der Vernunft» der bedrängten Natur und ihren Bewohnern zu Hilfe kommen. 5|8|08
 
   
TREC
Die Trans-Mediterranean Renewable Energy Cooperation (TREC) ist eine Initiative des Club of Rome, des Hamburger Klimaschutz-Fonds und des Jordanischen Nationalen Energieforschungszentrums (NERC) auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien. TREC hat das DESERTEC Konzept zur Nutzung der Wüsten für die Energie-, Wasser- und Klimasicherheit in Europa, dem Nahen Osten und Nord-Afrika entwickelt; dieses soll nun zusammen mit Vertretern aus Politik, Industrie und Finanzwelt umgesetzt werden. 5|7|08
 
   
Survival
ist die einzige internationale Organisation, die indigene Völker weltweit unterstützt. Sie wurde im Jahr 1969 gegründet, nachdem ein in der britischen Sunday Times erschienener Artikel von Norman Lewis die Massaker, Landenteignungen und Völkermorde im brasilianischen Amazonien beleuchtete. Wie viele andere Grausamkeiten unserer Zeit geschah die rassistische Unterdrückung der brasilianischen Indianer im Namen des «Wirtschaftswachstums». Heute hat Survival Anhänger in 82 Ländern. Wir arbeiten auf drei sich gegenseitig ergänzende Arten für die Rechte indigener Völker: Aufklärung, Lobbyarbeit und Kampagnen. 21|6|08
 
   
«Schiffe» aus Erde und Abfall
Der Architekt Michael Reynolds konstruiert und baut schon seit über dreissig Jahren Häuser, deren Grundkomponenten mit Erde gefüllte Reifen, Altmetall, Getränkedosen und Flaschen sind. Die von ihm gegründete Firma Earthship Biotecture entwirft für viele Länder der Welt «Earthships», bei deren Bau nicht nur schwer zu entsorgendes Material wiederverwendet wird, sondern die darüber hinaus noch dazu in der Lage sein sollen, ihre Bewohner mit Energie, Wasser und Nahrung zu versorgen. 13|6|08
 
   
Überleben, aber wie?
Den tipping points, Kipppunkten, an denen das Weltklima kollabieren könnte, scheinen wir näher als der Klimaberuhigung. Mitigation heisst der wissenschaftliche Sammelbegriff für die Minderung von Emissionen und damit die Verhinderung der Katastrophe. Wann und ob das Weltklima kollabiert, ist unsicher. Doch dass es unser Leben verändert, scheint sicher. Ein Plädoyer für die Anpassung unter unbekannten Bedingungen. 14|5|08
 
   
Energy Autonomy
will eine globale Bewegung initiieren: Menschen auf der ganzen Welt setzen sich ein für den Umstieg von fossil-atomaren zu erneuerbaren Energien. Den Kern bildet der Film Energy Autonomy – The Code of Survival. Ein gemeinschaftlich finanzierter, unabhängig produzierter Kinofilm, der die breite Öffentlichkeit mit Bildern und Analysen von der Notwendigkeit und Machbarkeit der Energiewende überzeugen soll. 13|2|08
 
   
Projekt Übermensch: Upgrade ins Nirvana
Wohin führen Robotik, Neuro-Implantate, Hirn-Enhancement, Gentechnik? Zwang und Lust an Vervollkommnung der eigenen Person sind uralt, evolutionär zunächst dem Überleben dienend wurde Erkenntnis zum Kulturgut. Schon die frühen Werkzeuge erweiterten den allgemeinen Handlungsraum des Menschen. Interessant wurde es immer dann, wenn die Werkzeuge inkorporiert wurden, denn dann stand Integrität und Wesensnatur auf dem Spiel. Ein Beitrag von Jörg Auf dem Hövel. 3|12|07
 
   
Die Stapelstadt
Yona Friedman ist Architekt, Architekturtheoretiker, Stadtplaner und  - Visionär. 1923 in Budapest geboren, lebt und arbeitet er seit den  fünfziger Jahren in Paris und veröffentlichte dort die Manifeste «L'Architecture Mobile» und «La Ville Spatiale». Mit diesen Texten  aus den sechziger Jahren und den darin entwickelten Entwürfen hat er  sich den Ruf des Visionärs zurecht erworben. Eine weltweite  Fangemeinde feiert sein Werk in zahlreichen Ausstellungen und  Symposien – und das nicht nur in Architektenkreisen. 27|8|07
 
   
Frischer Wind für Zeitreisen-Theorie
Sie sind ein alter Menschheitstraum: Reisen durch die Zeit, in die Zukunft und vor allem in die Vergangenheit. Jetzt hat ein Forscher eine Theorie vorgestellt, die eine der bisherigen Schwierigkeiten von Reisen in frühere Epochen überwindet. 23|8|07
 
   
Kraftwerk Mensch
Im Kultfilm «Matrix» dienen menschliche Körper, die in Gefässen voller Nährflüssigkeit schwimmen, den Maschinen als lebende Batterien. Eine weit weniger düstere Vision eines solchen «Menschenkraftwerks» haben jetzt zwei Studenten MIT vorgestellt. 9|8|07
 
   
Forscher funken Strom
Über eine Strecke von zwei Metern haben Wissenschaftler am MIT elektrische Energie drahtlos übertragen und eine Lampe zum Leuchten gebracht. Die WiTricity genannte Technik könnte eines Tages das Stromkabel obsolet machen. 25|6|07
 
 
Bewusstseinsethik in der Hirnforschung
Durch die Erkenntnisse der Neurowissenschaften ist eine neue Situation entstanden. Danach liessen sich «auf dem Umweg über das Gehirn bald menschliche Bewusstseinszustände wesentlich genauer einstellen, hemmen, verstärken, modulieren» als in der Vergangenheit, so der Philosophie-Professor Thomas Metzinger von der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz. Neben der Neurotechnologie in der Medizin werde es «in 20 bis 50 Jahren vielleicht so etwas wie eine Bewusstseinstechnologie» geben. Deshalb solle sich die Ethik auch mit der Frage befassen, welche Bewusstseinszustände künftig erwünscht seien, gefördert oder verboten werden sollten. 13|6|07
 
   
Chancen einer Energiewende
Erdöl, Kohle und Gas bilden auf absehbare Zeit das Rückgrat unserer Energieversorgung. Doch belasten sie das Klima und gehen zur Neige. Zeit, nach Ersatz zu suchen. Bis auf die Kernfusion, auf der viele Hoffnungen ruhen, führt wohl kaum ein Weg an den Erneuerbaren vorbei. 9|6|07
 
 
Künstliche Evolution
Es ist der alte Traum von Dr. Frankenstein und dem Rest der Menschheit: Leben im Labor zu erschaffen. Ein kleiner Schritt ist nun US-Forschern gelungen, sie bauten ein künstliches Protein mit erstaunlichen Eigenschaften. 9|6|07
 
 
Strom aus der Folie
Schön, schlank und billig soll die Solarzelle der Zukunft sein. Mit neuen Materialien und extrem dünnen Schichten wollen Forscher den idealen Lichtfänger bauen - und der Fotovoltaik endlich zum Durchbruch verhelfen. 31|5|07