märz 2018 – gut zu lesen

Der Reisende

Ulrich Alexander Boschwitz
Der jüdische Kaufmann Otto Silbermann, ein angesehenes Mitglied der Gesellschaft, wird in Folge der Novemberpogrome aus seiner Wohnung vertrieben und um sein Geschäft gebracht. Mit einer Aktentasche voll Geld, das er vor den Häschern des Naziregimes retten konnte, reist er ziellos umher. Zunächst glaubt er noch, ins Ausland fliehen zu können. Sein Versuch, illegal über die Grenze zu gelangen, scheitert aber. Also nimmt er Zuflucht in der Reichsbahn, verbringt seine Tage in Zügen, auf Bahnsteigen, in Bahnhofrestaurants. Er trifft auf Flüchtlinge und Nazis, auf gute wie schlechte Menschen. Noch nie hat man die Atmosphäre im damaligen Deutschland so unmittelbar nachempfinden können. Denn in den Gesprächen, die Silbermann führt und mithört spiegelt sich eindrücklich die schreckenerregende Lebenswirklichkeit jener Tage.
Klett-Cotta, Februar 2018

Adorno für Ruinenkinder: Eine Geschichte von 68

Heinz Bude
Die Achtundsechziger polarisieren noch immer. Heinz Bude hat mit Männern und Frauen gesprochen, die damals dabei waren. Gemeinsam ist ihnen der Aufbruch aus der Kindheit zwischen Ruinen in eine Welt des befreiten Lebens. Aber Adorno gab ihnen auf den Weg, dass es einem umso schwerer wird, sich in der Gesellschaft nützlich zu machen, je mehr man von der Gesellschaft versteht. Mit einer trostlosen Vergangenheit im Rücken wollten sie die Gesellschaft verändern, um ein eigenes Leben zu finden. 50 Jahre nach der Revolte ist es an der Zeit zu verstehen, wie viel Privates seinerzeit das Politische bewegte: Heinz Bude, einer der besten Kenner der deutschen Gesellschaft, zieht Bilanz.
Hanser, Februar 2018

Leute machen Kleider – Eine Reise durch die globale Textilindustrie

Imke Müller Hellmann
Wovon träumt eine Wanderarbeiterin in China, die 10 bis 12 Stunden am Tag unter Neonlicht näht? Was erhofft sich ein Näher in Bangladesch von seiner Zukunft? Was eine Schuhmacherin in Portugal? Leute machen Kleider ist eine Reise durch die globale Textilproduktion, voller sehr persönlicher Begegnungen. Leute machen Kleider sind überraschende Einblicke in eine weltweit vernetzte, gigantische Industrie. Ein Buch, das vor allem von den Menschen erzählt, die so weit weg zu sein scheinen, es aber eigentlich nicht sind – tragen wir ihre Arbeit doch täglich auf unserer Haut.
Osburg Verlag, 2018

Die Freiheit zu sein – Was Freiheit und Revolution wirklich bedeuten

Lian Hearn
Inmitten eines mystisch-magischen Japans lebt Shikanoko, das Kind des Hirsches, zurückgezogen im Wald – voller Trauer um die umgekommene Prinzessin Aki. Um ihn herum wird das Land von Katastrophen heimgesucht, und der unerbittliche Kampf um den legendären Lotosthron erreicht seinen Höhepunkt. Die machthungrigen Faktionen schrecken vor nichts zurück. Nur die Krönung des rechtmässigen Thronfolgers Yoshimoro kann dem Blutbad ein Ende bereiten, doch dieser lebt weiterhin im Verborgenen. Es bedarf Shakanokos magischer Fähigkeiten, den Thronfolger aufzuspüren, seine Feinde zu besiegen und das gesamte Reich vor dem sicheren Untergang zu bewahren.
Sauerländer, Februar 2018

Kraft

Howard Carpendale
Was so ein Pinguin alles erlebt, wenn er sich in die grosse weite Fremde begibt, erzählt dieses kleine Buch, das die heiss geliebten Pingu-Büchlein unserer Kinder an Farbigkeit übertrifft, in Reimen. Lustig ist es allemal. Und transformierend natürlich.
Fixibuch, 2018

februar 2018 – gut zu lesen

Die Kunst des guten Lebens – 52 überraschende Wege zum Glück

Rolf Dobelli
Der Schweizer Schriftsteller und Unternehmer Rolf Dobelli hat mit den beiden Büchern Die Kunst des klaren Denkens und Die Kunst des klugen Handelns im deutschen Sprachraum bereits zwei Bestseller gelandet. Der dritte wartet mit vielen originellen und klugen Tips auf, die uns dabei helfen und begleiten, mehr Licht in unser Leben zu bringen. In den Wissenschaften, in der Politik, in der Medizin und in vielen anderen Bereichen hat man erkannt: Die Welt ist viel zu kompliziert, als dass wir sie mit einer grossen Idee oder einer Handvoll Prinzipien erfassen könnten. Wir brauchen einen Werkzeugkasten an Mentalen Modellen, um die Welt zu verstehen.
Piper, Oktober 2017

Verse für die Freiheit – Mein Leben meine Lieder

Pippo Pollina
Seit Pippo Pollina Mitte der Achtzigerjahre seine Heimatstadt Palermo verliess, weil ihm das Leben in Sizilien unter dem Druck der Mafia unerträglich geworden war, wählt er die Musik, seine Texte, das Wort als Waffe. Das Buch versammelt neben dem autobiografischen Bericht Fotos aus drei Jahrzehnten, ein Vorwort von Moritz Leuenberger sowie erstmals eine vollständige Sammlung seiner Liedtexte auf Italienisch und Deutsch. Eine Sammlung von mehr als 200 Liedern, mehr als 4000 Konzerte in ganz Europa sowie die Zusammenarbeit mit zahlreichen renommierten Künstlern machen aus Pippo Pollina einen Künstler, der ständig in Bewegung bleibt.
Rotpunktverlag, Januar 2018

Die Pyramide

Ismael Kadare
Als der junge Pharao Cheops verkündet, keine Pyramide errichten lassen zu wollen, erfasst die Berater des Herrschers grosse Unruhe: Ein Ägypten ohne Pyramiden ist unvorstellbar. Ein altes Papyrus gibt Aufschluss über ihren Ursprung. Stets ging ihrer Errichtung eine Staatskrise voraus. Nach aussen verschaffen sie Ruhm und Anerkennung, im Inneren stärken sie die Herrschaft des Pharao. Der Albaner Ismael Kadare ist einer der bedeutendsten europäischen Schriftsteller und Intellektuellen des 20. Jahrhunderts sowie eine Stimme der Weltliteratur gegen den Totalitarismus.
S.Fischer, Januar 2018

Die Freiheit zu sein – Was Freiheit und Revolution wirklich bedeuten

Hannah Arendt
Was ist Freiheit, und was bedeutet sie uns? Sehen wir sie nur als Abwesenheit von Furcht und Zwängen, oder heisst Freiheit auch, sich an gesellschaftlichen Prozessen zu beteiligen, eine eigene politische Stimme zu haben, um von anderen gehört, erkannt und erinnert zu werden? Haben wir diese Freiheit einfach, oder wer gibt sie uns, und kann man sie uns auch wieder wegnehmen? In diesem auf Deutsch bisher unveröffentlichten Essay zeichnet Hannah Arendt die historische Entwicklung des Freiheitsbegriffs nach.
dtv, Januar 2018

Kraft

Jonas Lüscher
Richard Kraft, Professor für Rhetorik in Tübingen, unglücklich verheiratet und finanziell gebeutelt, hat womöglich einen Ausweg aus seiner Misere gefunden. Sein alter Weggefährte István, Professor an der Stanford University lädt ihn zur Teilnahme an einer wissenschaftlichen Preisfrage ins Silicon Valley ein. In Anlehnung an Leibniz’ Antwort auf die Theodizeefrage (warum Gott das Böse erlaubt) soll Kraft in einem 18-minütigen Vortrag begründen, weshalb alles, was ist, gut ist und wir es dennoch verbessern können. Für die beste Antwort ist eine Million Dollar ausgelobt.
C.H, Beck, November 2017

januar 2018 – gut zu lesen

Die Anfänge von allem

Jürgen Kaube
Seit wann gehen Menschen aufrecht und wie lernten wir sprechen? Wann kamen Religion, Recht, Handel oder Städtebau in die Welt? Seit wann begraben die Menschen ihre Toten und warum leben die meisten Kulturen monogam? Da ist etwa das Rätsel Sprache; ging sie wohlmöglich aus dem Schmatzen hervor, als Nebeneffekt der Nahrungsaufnahme? Jürgen Kaube, Herausgeber der FAZ und ein renommierter Wissenschaftsautor hat spannende Antworten auf diese und andere grundsätzliche Fragen und führt uns zurück zu den Anfängen der Menschheit.
Rowohlt, August 2017

Das geheime Netzwerk der Natur – Wie Bäume Wolken machen und Regenwürmer Wildschweine steuern

Peter Wohlleben
Nachdem Peter Wohlleben die Bäume zu unseren Freunden erklärt hat, vernetzt er uns in seinem neuen Buch mit der Natur. Muttter Erde lebt nicht nur, sondern sie steckt voller Überraschungen: Laubbäume beeinflussen die Erdrotation, Kraniche sabotieren die spanische Schinkenproduktion und Nadelwälder können Regen machen. Was steckt dahinter? Der passionierte deutsche Förster und Bestsellerautor führt uns in eine kaum ergründete Welt und beschreibt das faszinierende Zusammenspiel zwischen Bäumen, Pflanzen und Tieren.
Ludwig, September 2017

Die grosse Verblendung – Der Klimawandel als das Undenkbare

Amitav Ghosh
Tsunamis, Überschwemmungen, untergehende Landstriche: Die Zeichen des Klimawandels sind unübersehbar. Doch warum werden sie von Künstlern, Literaten und Politikern ignoriert? Amitav Ghosh findet in Die grosse Verblendung die Gründe dafür in unserer Art des Denkens. Davon jedenfalls ist der indische Schriftsteller überzeugt. Normalerweise sollten Romane die Wirklichkeit widerspiegeln. Doch Zyklone oder Tsunamis gelten als unrealistische Ereignisse. Bedrohliche, unheimliche Begebenheiten wie Orkane werden in der Literatur auf Nebenschauplätze wie Science Fiction oder Fantasy verschoben.
Bessing, Oktober 2017

Die Chroniken von Azuhr – Der Verfluchte

Bernhard Hennen
Der junge Milan Tormeno ist dazu ausersehen, seinem Vater Nandus in das Amt des Erzpriesters zu folgen: Er soll einer jener mächtigen Auserwählten werden, die die Geschicke von Azuhr lenken. Mit eiserner Hand bereitet sein Vater ihn darauf vor, doch Milan rebelliert und flieht aus der Stadt. Azuhr gleicht in fast allen Aspekten unserer irdischen Welt im späten Mittelalter. Fast tausend Jahre zuvor gab es ein magisches Zeitalter, das damals jegliche bestehende Ordnung zerstörte. Auf der Insel Cilia sowie im Imperium gehört der kleine Orden der Erzpriester zu den wenigen Bewahrern von Wissensfragmenten über diese längst vergangene Katastrophe.
Fischer, Dezember 2017

Dr. Wassers Rezept

Lars Gustafsson
Wer ist Doktor Wasser? Einfach nur ein Glückspilz? Oder doch vielleicht ein Hochstapler und Betrüger? Gerade achtzig geworden, vertreibt sich Dr. Kurth Wasser seinen Lebensabend mit Preisausschreiben. Und gewinnt immerzu. Doch hat er auch in seinem Leben gewonnen? Eine Frage, die ihn in seine Vergangenheit zurückführt – und zu einem Menschen, der sich immer wieder neu erfindet:  Sei es als Provinzhandwerker, Fensterputzer, DDR-Flüchtling oder approbierter Arzt, ein so begabter Schlafforscher wie Schwerenöter. Bis zurück an den Tag, an dem einem jungen Kent Andersson aus Schweden die Ausweispapiere eines Toten in die Hände fielen. Lars Gustavson ist ein bedeutender schwedischer Autor.
Fischer, Januar 2017

dezember 2017 – gut zu lesen

Mondkreisläufer

Jürg Halter
Im Grenzgebiet zwischen Vernunft und Wahnsinn setzt Halter einen namenlosen Protagonisten aus und schickt ihn auf die Suche nach einer ersehnten Mutter, die sich auf dem Mond befinden soll. Dabei drängt er den Leser, dem unablässig Sprechenden zu folgen und mit ihm und anderen eine neue Gemeinschaft zu begründen. Der mehrfach ausgezeichente Jürg Halter ist vielen als Kutti MC in bester Erinnerung und einer der bekanntesten Spoken-Word-Künstler der Schweiz. Mit Mondkreisläufer schenkt er uns ein aussergewöhnliches Sprachkunstwerk in Form einer bitterernsten Groteske.
Verlag der gesunde Menschenverstand, 2017 (www.juerghalter.com)

Volk des Lichts – Die Herkunft der Teuta & der deutschte Ahnengott

Eire Rautenberg
Mit Akribie und grossem Wissen hat die Autorin über unsere weitläufigen Vorfahren und ihre Stammeskulturen ein beachtliches Wissen zusammengetragen. Nirgends wurden bis jetzt unsere paneuropäischen Wurzeln so umfassend beschrieben. Ein zweiter Band, Die Deltagöttin (Atlantis und die Vorfahren der Deutschen) knüpft an die Ereignisse rund um die Sintflut an, die die alten Kulturen und Völker vom ägäischen Atlantis bis zum Schwarzen Meer in ihren Wassern versinken liess, und liefert eine neue Sicht der kataklysmischen Ereignisse, die zur Geburt des neuen Europas führten
Epubli, 2017 (www.eirerautenberg.de)

Origin / Robert Langdon (Bd. 5)

Dan Brown
Als der Milliardär und Zukunftsforscher Edmond Kirsch drei der bedeutendsten Religionsvertreter der Welt um ein Treffen bittet, sind die Kirchenmänner zunächst skeptisch. Was will ihnen der bekennende Atheist mitteilen? Was verbirgt sich hinter seiner „bahnbrechenden Entdeckung“, das Relevanz für Millionen Gläubige auf diesem Planeten haben könnte? Der Schmöker für kalte Abende lässt sich auch unabhängig von seinen Vorgängern lesen.
Lübbe, Oktober 2017

Neue Geomantie: Heilung des Menschen und der Erde

Werner Hartung & Anne Stahlkamp
Die Autoren erklären, was Geomantie ist und wie wir sie betreiben können. Dabei stellt die »neue Geomantie« eine Methode zur Heilung der Erde dar. Wenn der Mensch seine Kräfte und sein Wissen um die Nutzung feinstofflicher Schlüsselenergien nutzt, können damit Lebensräume entstört, energetisiert und gestaltet werden. Die Autoren stützen sich dabei auf mediale Anleitungen aus der geistigen Welt und dem Naturreich, eigene Forschungsergebnisse und energetische Möglichkeiten, die eine mentale Einwirkung auf die feinstofflichen Ebenen der Erde ermöglichen.
Omega, Oktober 2017

Die vier edlen Wahrheiten – Die Grundlage buddhistischer Praxis

Dalai Lama
Die Vier Edlen Wahrheiten sind das A und O jeder Auseinandersetzung mit dem Buddhismus. Wer nur ein einziges Buch über den Buddhismus lesen will, lernt hier die wesentlichen Aussagen dieser Weltreligion kennen und verstehen. Tenzin Gyatso, der XIV. Dalai Lama, erläutert in diesem Buch in allgemeinverständlicher Form die Bedeutung der Vier Edlen Wahrheiten für den Buddhismus und deren Anwendung im heutigen Westen.
S. Fischer, Oktober 2017

Lost + Found Part I und Good News Part II

David LaChapelle
Beide Bände zeigen eine Auswahl von noch nie in Buchform veröffentlichten Arbeiten des Künstlers und erweitern seinen trippigen Kosmos aus Religion, Apokalypse, Porno, Pop und Bildzitaten alter Meister um neue schillernde Phantasmen. LaChapelle studierte an der Art Student’s League und der School of Visual Arts. Seine erste Anstellung wurde ihm von Andy Warhol vermittelt, für dessen Zeitschrift Interview Magazine er in den 1980er Jahren als Fotograf tätig war.
Taschen, November 2017

november 2017 – gut zu lesen

Gewalt und Mitgefühl. Die Biologie des menschlichen Verhaltens

Robert Sapolsky
Warum sind Menschen mal aggressiv, mal einfühlsam? Der Neurobiologe Robert Sapolsky schlüsselt Schritt für Schritt sämtliche Faktoren auf, die zu Gewalt oder Mitgefühl führen: Welche Reize wirken unmittelbar vor der Tat auf das Gehirn? Wie stimulieren Hormone Tage zuvor das Nervensystem? Und was hat die Evolution damit zu tun, dass wir morden? Sapolskys faszinierende Analyse lässt uns jede Tat als komplexes Zusammenspiel biologischer und psychologischer Einflüsse begreifen. „Gewalt und Mitgefühl“ ist eine grandiose Synthese der Wissenschaft vom menschlichen Verhalten. Und ein Buch, das vollkommen neue Wege aufzeigt, die Kontrolle über unser Handeln zurückzugewinnen – und damit die Gewalt einzudämmen.
Hanser, 25. September 2017

Aus Neugier und Leidenschaft. Gesammelte Essays (bis 2005)

Margaret Atwood
Ob Rezensionen zu John Updike und Tony Morrison oder eine Würdigung Dashiell Hammets; ob ein Afghanistan-Reisebericht, der zur Grundlage für den Report der Magd wurde, ob leidenschaftliche Schriften zu ökologischen Themen, herrlich komische Geschichten über „meine peinlichsten Momente“ oder Nachrufe auf einige ihrer besten Freunde und Autorenkollegen: Margaret Atwoods Vielfalt, ihr tiefes Engagement und ihr herrlicher Witz machen dieses lehrreiche Kompendium zu einem absoluten Lesevergnügen.
Berlin Verlag, oktober 17

Die helle Kammer. Bemerkungen zur Fotografie

Roland Barthes
Die Fotografie ist ein Bild ohne Code – obwohl Codes selbstverständlich ihre Lektüre steuern. Sie hat etwas Tautologisches: eine Pfeife ist hier stets eine Pfeife. Deshalb macht der Semiotiker Roland Barthes zum Leitfaden seines letzten Buchs (erschienen 1980) nicht mehr die Wissenschaft der Zeichen, sondern die Faszination, die bestimmte Fotos auf ihn ausüben. Was ist das für eine Anziehungskraft, die so viel in mir bewegt?
“Das Charakteristische der sogenannten fortgeschrittenen Gesellschaften ist dies: sie konsumieren heute Bilder und nicht mehr, wie die früheren Gesellschaften Glaubensinhalte; sie sind daher liberaler, weniger fanatisch, dafür auch ‘falscher’ (weniger authentisch).”
Suhrkamp, Oktober 2017

Die Hauptstadt

Robert Menasse
Deutscher Buchpreis 2017 – In Brüssel laufen die Fäden zusammen und ein Schwein durch die Strassen. Fenia Xenopoulou, Beamtin in der Generaldirektion Kultur der Europäischen Kommission steht vor einer schwierigen Aufgabe. Sie soll das Image der Kommission aufpolieren. Aber wie? Sie beauftragt den Referenten Martin Susman, eine Idee zu entwickeln. Mehr sei hier nicht verraten… Robert Menasse wurde 1954 in Wien geboren und ist dort auch aufgewachsen. Er studierte Germanistik, Philosophie sowie Politikwissenschaft in Wien, Salzburg und Messina und promovierte im Jahr 1980 mit einer Arbeit über den Typus des Außenseiters im Literaturbetrieb.
Suhrkamp, September 2017

Zehn unbekümmerte Anarchistinnen

Daniel de Roulet
1872 weilt Bakunin in der Uhrenstadt Saint-Imier im Schweizer Jura, wo die Antiautoritäre Internationale gegründet wird. Zehn Frauen werden von den Freiheitsideen angesteckt und beschliessen, nach Südamerika auszuwandern, um dort ein herrschaftsfreies Leben auszuprobieren.
Auf der Basis historischer Dokumente und mit Hilfe seiner Imagination erzählt Daniel de Roulet das Schicksal von zehn Frauen, die in einer Zeit, die ihnen nichts zu bieten gewillt war, die Freiheit suchten.
Limmat Verlag, Oktober 2017

Das All und das Nichts. Von der Schönheit des Universums

Stefan Klein
Bestseller-Autor Stefan Klein erzählt in diesem packenden und poetischen Buch erstaunliche Geschichten über Raum und Zeit und stellt Fragen wie:
Gibt es das Nichts? Sind Raum und Zeit nur Illusionen? Reicht unser Verstand aus, das All zu verstehen? Warum sind wir hier? Die Physik des 21. Jahrhunderts verändert unsere Sicht auf die Welt und uns selbst. Ausgehend von der Blüte einer Rose spürt der Autor der Schönheit des Unbekannten nach, beim Betrachten des Wetters erklärt er die Unberechenbarkeit der Welt und mittels einer Kriminalgeschichte führt er uns die wahre Gestalt des Raumes vor Augen.
S. Fischer, Oktober 2017

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