goodnews april 2026 – editorial psychedelische stammeskultur

psychedelische stammeskultur

„Peace, Love & Happiness“ reichen als Motto nicht aus, Smileys, bunte Klamotten und durchtanzte Nächte führen nicht zwingend zu einem guten Leben. Was will die Psychedelische Kultur also noch?

In den 60ern und 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts kamen Yoga und Zen und mit ihnen Buddhismus und Hinduismus im Westen an. Die Nachkriegsgeneration setzte sich leidenschaftlich für den Frieden ein. Oder sie ironisierte den Krieg, wie der kürzlich verstorbene Sänger-Songwriter Country Joe McDonald, der seinen Spott bis weit über die bürgerliche Schmerzgrenze hinausschrie. Derweil luden John Lennon und Yoko Ono während ihrer «Bed-ins» die Medien zu sich ins Hotelzimmer, um gemeinsam dem Frieden eine Chance zu geben. Das sollten wir auch heute tun.

Die Hippies waren geprägt von den als Yamas und Niyamas bekannten vedischen Grundsätzen, die beiden ersten Schritte auf dem achtfachen Yoga-Pfad zur Erleuchtung des Patanjali. Sie regeln den Umgang mit der Umwelt und mit sich selbst. Die Yamas beinhalten Ahimsa (Gewaltlosigkeit), Satya (Wahrhaftigkeit), Asteya (Nicht-Stehlen), Brahmacharya (Mässigung) und Aparigraha (Bescheidenheit) als ethische Stützen für ein gutes und gerechtes Leben. Die Niyamas binhalten das Streben nach Santosha (Zufriedenheit), Tapas (stetiges Bemühen), Svadhyaya (Selbtrefelxion) und Ishvara Pranidana (Vertrauen in eine höhere Macht).

Diese Werte wurden häufig diskutiert als integraler Bestandteil vieler Yoga-Kurse unter auch unter uns. Das beste Buch dazu bleibt «Denke daran: Sei jetzt hier» von Ram Dass. Es half, Ordnung in unser Innenleben zu bringen, zumal es nicht predigte oder von Schuld sprach, sondern praktische Anleitungen für den Alltagn lieferte. Darüber hinaus wollten wir der Stadt den Rücken kehren, uns schamanisch mit Mutter Erde befassen und autonom sein. Kreativität wurde grossgeschrieben. Nicht nur im musischen Sinn, sondern auch was Einfallsreichtum und Anpacken anbelangte. Wir wollten so etwas wie Renaissance-Menschen werden – wie Leonardo da Vinci, von dem es hiess, er sei der letzte gewesen, der noch alles kannte, was zu seiner Zeit an Wissen zur Verfügung stand.

Uns war klar, dass die Welt seit damals komplexer geworden war, aber wir brauchten nicht viel und überall mitmachen schon gar nicht. Wir waren auf eine gute Art harmoniebedürftig, wollten miteinander auskommen. Man konnte auch in der Stadt leben und an dieser Einstellung arbeiten, sein eigenes Brot backen und vieles mehr, das zurück zu den Wurzeln führte. Jeden Tag ein bisschen mehr. So wie heute also?

Am 19. April feiern wir mit Bicycle Day die Entdeckung einer der wichtigsten Zutaten dieser Zeit, die ein neues und erweitertes Bewusstsein (und damit auch die eigenen Ängste) in Reichweite vieler brachte: LSD.

Wir haben uns dieses Jahr mit Eleusis Society und PARAB zusammengetan, deren Programme Sie in den Links finden. Wir Pedalentreter von gaiamedia treffen uns dort, wo bicycleday.ch uns durch Klicken links oben auf der Beschreibung hin führt und erwarten Sie dort!

Bis sehr bald, hoffe ich,
Ihre
Susanne Seiler

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goodnews märz 2026 – editorial

love bomb

Der diesjährige Bicycle Day verspricht der bisher grösste zu werden, mit vielen lokalen Teilnehmern sowie Freundinnen aus Europa und U.S.A. Wir sind in den letzten Jahren stetig gewachsen und gedenken der ursprünglichen Fahrradtour von Albert Hofmann auf LSD und seiner treuen Laborantin Susi Ramstein, indem wir weitgehend derselben Route folgen, die die beiden genommen haben, um den verwirrten Chemiker sicher nach Hause zu bringen. Dazu treffen wir uns am Sonntag, dem 19. April 2026, in Basel. Wenn Sie auch teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte hier an.

Der Einstieg ist ab Samstag zu verschiedenen Zeiten und an verschiedenen Orten möglich, wir treffen uns aber alle um 17 Uhr am ehemaligen Fabriktor der Sandoz Laboratorien, das sich an einem Ende des Novartis Campus befindet. Weitere Details erhalten Sie bei der Anmeldung. Wir können Ihnen aber bereits verraten, dass wir für dieses Wochenende eine Vielzahl von Veranstaltungen vorbereiten. Und am Sonntagabend treffen wir uns auf dem Partyboot Gannet, wo uns kaleidoskopische musikalische Darbietungen unterhalten werden.

Albert Hofmann wäre dieses Jahr 120 Jahre alt geworden, ein Alter, das nur wenige Menschen bisher erreicht haben. Er hätte den Kopf verwundert geschüttelt und ein wenig geschmunzelt über all die Aufregung um seine Person und seine Entdeckung an diesem Tag. Wir dürfen nicht vergessen, dass er LSD zunächst als Sakrament und Medizin betrachtete und sich erst später damit abfand, dass weitaus mehr Menschen es aus anderen Beweggründen einnahmen. Er hatte verstanden, dass diese Gründe oft ebenfalls spiritueller Natur waren, eine Frage der Einstellung. Es erstaunte ihn, wenn Menschen ihm schrieben, dass sie unter dem Einfluss von LSD ihr Eheversprechen abgelegt und sogar Kinder geboren hatten. Dass Aldous Huxley 100 Milligramm LSD als Begleiter wählte, als er sich an der Schwelle zum Tod befand, berührte den Chemiker zutiefst.

Albert Hofmann war ein freundlicher und sanftmütiger Mann, der mit seiner bescheidenen und gradlinigen Art in der Schweiz viele Herzen gewann. Ihm ist es auch zum Teil zu verdanken, dass die Schweizer Regierung sowie ein wachsender Anteil der Schweizer Bevölkerung eine pragmatische Haltung gegenüber der psychedelischen Therapie einnimmt. In unserem Land wurden seit 1986 Tausende Patienten und Patientinnen mit LSD, Psilocybin, Ibogain oder Ayahuasca behandelt, auch mit MDMA oder Ketamin, und man muss inzwischen nicht mehr völlig verzweifelt sein, bevor das Bundesamt für Gesundheit eine solche Behandlung genehmigt. Jeder einzelne Fall wird offiziell geprüft, wodurch wir bisher keine unangenehmen Überraschungen erlebt haben, geschweige denn Todesfälle.

All dies hätte Dr. Hofmann glücklich gemacht. Mit Liebe und Wertschätzung für ihn und für Susi Ramstein begeben wir uns auch dieses Jahr wieder auf unsere kleine Velotour. Wir haben uns für das Motto the love bomb entschieden, um den freien Geist von LSD zu ehren und aller Negativität entgegenzuwirken: den Kriegen und Konflikten, der Ungleichheit, der Ungerechtigkeit und all den Schreckensnachrichten, die uns jeden Tag verfolgen. Amor vincit omnia! Bringen Sie also bitte ein breites Lächeln mit und fühlen Sie sich herzlich willkommen, sich uns bei diesem Vorhaben anzuschliessen.
Mit lieben Grüssen,
Susanne Seiler

P.S. Ich bin bis zum 12. März unterwegs, wenn im Cabaret Voltaire in Zürich der Psychedelic Salon mit einer Podiumsdiskussion zum Thema Ketamin stattfindet. Datum vormerken!

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goodnews februar 2026 – editorial: mehr, besser, grösser

Ist Selbstoptimierung der ultimative Ausdruck einer postkapitalistischen Gesellschaft oder handelt es sich um eine neoliberale Idee? In erster Linie ist es ein wirtschaftliches Konzept, das uns zu höheren Leistungen anspornen soll, und wir müssen uns fragen, ob wir uns an seine Grundsätze halten wollen.

Historisch, und damit auch religiös gesehen, war Selbstoptimierung etwas, das man innerlich anstrebte – weniger sündigen, Gutes tun und sich einen Platz im Himmel sichern. Heute bezieht sich Selbstoptimierung nicht mehr nur auf die Selbstentwicklung; wir beschäftigen uns hauptsächlich damit, wie wir von aussen wahrgenommen werden. Sind wir schlank, reich, gutaussehend, modisch, intelligent, effizient und spirituell genug?

Im Postkapitalismus betrifft Selbstoptimierung die Entwicklung von „Menschlichem Kapital”: bessere Gesundheit, mehr Leistung und bessere Laune, um den eigenen Marktwert zu maximieren. In einer optimalen postkapitalistischen Gesellschaft verlagert sich der Fokus von Produktivität auf individuelles Gedeihen. In den letzten vierzig Jahren wurde vorgeschlagen, dass wir in einer Gesellschaft wie der unseren, in der die Grundbedürfnisse gedeckt sind und Arbeit nicht lebensnotwendig ist, danach streben sollten, uns zu verbessern und unser höchstes menschliches Potenzial zu erreichen. Leider bleibt der dadurch entstehende Druck weitgehend derselbe.

Im Neoliberalismus hat der Einzelne das Bedürfnis nach Perfektion verinnerlicht und trägt das Risiko für seinen Erfolg oder Misserfolg selbst. Während sich der Postkapitalismus dahin entwickelt hat, das individuelle Wohlergehen und die Autonomie über die Produktivität zu stellen, ist in einem monetaristischen System jede darauf aus voranzukommen. In beiden Systemen wird das Selbst objektiviert, seine Leistungen quantifiziert. Das optimierte Selbst ist nie gut genug; mehr, besser, grösser geht immer. Kollektive Probleme werden individualisiert. Ist man arm, sind die Ursachen niemals systemisch, sondern immer die eigene Schuld; brennt man bei der Arbeit aus, liegt es nicht an der Arbeitsbelastung oder dem Geschäftsklima – man hat sich selbst nur nicht richtig gemanagt. Macht man sich Sorgen um das Klima, ist man unfähig, seine Ängste einzuordnen. Wird man auf offener Strasse erschossen, ist das staatlich geförderter Gewalt –  man hat zu Hause zu bleiben!

Und was wurde aus der Vorstellung, gut sei gut genug? Wir müssen den quälenden Zwang, besser und am besten zu sein, eindämmen und aufhören, alles, was wir tun, zu tracken, vom Schlaf über Kalorien und Schritte bis hin zu Konzentration und Stimmung. Wir wollen uns auf Authentizität statt auf Fantasien konzentrieren. Sagen Sie einfach Nein zu Zwanghaftigkeit.

Das Konzept der Optimierung wird auch auf Psychedelika angewendet, wie in „die Verbesserung gesunder Menschen”. Ich finde dieses Konzept nicht nur bigott. Die meisten Konsumenten nehmen Psychedelika, um Spass zu haben und nebenbei Erkenntnisse zu gewinnen. Warum so tun, als könnte es anders sein, wären „andere“ nur ernsthafter? Als ob jemals jemand Psychedelika genommen hätte, um sich schlechter zu fühlen!

Es geht um drei Hauptbereiche: psychedelische Therapie, psychedelische Spiritualität und die Verwendung von Psychedelika zur Maximierung der eigenen Energie. Die Therapie hat Vorrang, auch weil sie der legale Türöffner für eine weitere Liberalisierung ist. Der spirituelle Konsum bleibt ein wertvoller Beitrag zu unserem emotionalen und psychischen Wohlbefinden, aber er ist nicht das A und O, und es gibt keine moralische Überlegenheit gegenüber oft jüngeren, sich entwickelnden Geistern, die das Bedürfnis verspüren, ihre Energie auf körperlichere Weise auszudrücken. Vor allem aber kommt die scheinheilige Haltung vieler älterer Psychonauten gegenüber dem Freizeitkonsum als Neid rüber.

Die Tage werden wieder länger, aber wir haben noch einen gewissen Weg vor uns, bis wir uns so akzeptieren, wie wir sind, als ersten Schritt zu einem ausgeglicheneren Leben.

Herzlich Ihre
Susanne Seiler  <script src=“https://ptag.prolitteris.ch/ptag/ptag.min.js“ onLoad=“ptag(‚https://pl02.owen.prolitteris.ch‘,’na‘,’plzm.5ef1e296-59d4-4f09-86c6-afaa16c511e4′);“></script>

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goodnews januar 2026 – editorial

eine stoische haltung

Wie viele von Ihnen wissen, waren die Stoiker eine Gruppe griechischer und römischer Philosophen, während der hellenistisch-römischen Zeit, die gegen Ende des dritten Jahrhunderts v. Chr. begann. Zu ihren berühmten Mitgliedern gehörten Marcus Aurelius, Epiktet, Zeno von Kition (ihr Gründer) oder Seneca. Als Rationalisten glaubten sie an die Vernunft oder den Logos, daher auch an die Disziplin der Logik. Die Stoiker ermutigten dazu, sich auf das zu konzentrieren, was wir beeinflussen können (unsere Urteile und Handlungen), während sie „den Mittelweg” pflegten, Tugenden wie Weisheit, Mut, Gerechtigkeit und Mässigung befürworteten und die innere Widerstandsfähigkeit förderten, die es uns ermöglicht, inmitten der Herausforderungen des Lebens Frieden zu finden.

Manche dieser Ideen wurden hier bereits zuvor hervorgehoben, ohne sie auf ihren historischen Ursprung zurückzuführen. Viele Menschen übernehmen die Lebensweisheiten der Stoiker, ohne jemals von ihnen gehört zu haben. Zu akzeptieren, was man nicht ändern kann, sondern seine Energie darauf zu konzentrieren, die Dinge zu verbessern, über die wir eine gewisse Kontrolle haben, ist eine Lektion in Ausdauer und Stehvermögen. Die meisten von uns sind zumindest gelegentlich versucht, „gegen das System» anzulaufen. Nur ändert das nicht viel, wie während der Pandemie deutlich wurde, als alle möglichen Menschen Gründe fanden, gegen den Strom zu schwimmen, und damit oft noch mehr von der Isolation schufen, die sie lautstark beklagten. Die Welt in „wir” und „sie” zu spalten, bleibt eine einfältige Einstellung, die sich der Verantwortung für das gesamte Kollektiv entzieht, zu dem wir alle gehören, ob es uns gefällt oder nicht.

Wir müssen zusammenstehen und uns an unsere Grundwerte erinnern. Sie haben sich nicht geändert. Wir sind nach wie vor um Frieden bemüht, um den Schutz unseres schönen blauen Planeten und seiner Ökologie, wie auch darum, Liebe in unseren Herzen zu finden in unserem Umgang mit anderen Menschen. Wir müssen nicht „geheilt“ werden, um die Dinge in unserem kleinen Teil der Welt besser zu machen. Wie Mr. Natural, die Figur von R. Crumb, so treffend sagte: „Life is hell, but we live well.“ (Das Leben ist die Hölle, aber uns geht’s gut.)

Ich meine das nicht als oberflächliche Ermutigung, sich von dem abzuwenden, was uns schmerzt, sondern eher als Erinnerung an all das, wofür wir dankbar sein dürfen. Wenn es um unsere eigenen Interessen geht, sind wir alle zumindest manchmal Stoiker. Sie glaubten, dass die Welt Sinn macht. Ihre Logik lädt uns ein, unsere Gründe jederzeit zu hinterfragen. Handeln wir rational oder impulsiv? Sind unsere Motive rein persönlicher Natur oder betreffen sie das Gemeinwohl? Was wollen wir erreichen? Wie viel Zeit haben wir dafür?

Eine stoische und logische Bewertung hilft uns, einen klaren Blick auf die Realität zu werfen, praktische Angelegenheiten effektiv zu überdenken, inmitten von Verwirrung standhaft zu bleiben, Gewisses von Wahrscheinlichem zu unterscheiden und einen Überblick über das zu gewinnen, was uns widerfährt.
Ich wünsche Ihnen ein frohes neues Jahr!
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Herzlich Ihre,
Susanne Seiler

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goodnews dezember 25 – editorial: Wide Open Books

Wir möchten unsere Bibliothek einem möglichst breiten Publikum zugänglich machen und haben unsere Bücher dazu kürzlich nach Zürich und dort in den Kunstraum Walcheturm verlegt. Unsere „Pop-up-Bücher” bleiben bis Anfang März an diesem Ort. WIDE OPEN BOOKS ist jeden Samstag und Sonntag von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Dort können Sie in aller Ruhe in unseren Schätzen stöbern und Fragen stellen, die gerne beantwortet werden.
           
WIDE OPEN BOOKS bietet ausserdem dienstags von 18 bis 21 Uhr ein Abendprogramm namens „Film Talks“ an, in dem wir uns einige bekannte psychedelische Filme unter die Lupe nehmen. Zweimal veranstalten wir zudem mittwochs von 18 bis 21 Uhr Podiumsdiskussionen.

WIDE OPEN BOOKS zeigt etwa zwei Drittel der Bibliothek der Gaia Media Stiftung, der Rest bleibt in Kisten verpackt, bis wir einen neuen, öffentlichen Standort gefunden haben. Haben Sie Ideen dazu? Wir haben es noch nicht geschafft, unseren gesamten Bestand von rund 3500 Büchern zu katalogisieren. Das ist eine riesige Aufgabe, für die wir gerne jemanden einstellen würden.

Die Themen in WIDE OPEN BOOKS reichen von Psychedelika über Schamanismus und Mythologie bis hin zu Bewusstsein Okologie und Glücksforschung und weiterer Themen der letzten 100 Jahre, die Psychonautinnen am Herzen liegen. Um dies zu veranschaulichen, haben wir unsere Bücher chronologisch geordnet. Sie beginnen im Jahr 1909. Eine genaue Reihenfolge ist in Arbeit. Das bedeutet, dass unsere Bücher nicht nur für sich selbst stehen, sondern auch die enorme Entwicklung verdeutlichen, die die psychedelische Bewegung und die Jugendkultur im Allgemeinen seit der Entdeckung des LSD durch Albert Hofmann durchlaufen haben. 

Wir betrachten WIDE OPEN BOOKS in erster Linie als Kunstprojekt, als ein integrales Werk mit Verzweigungen und Synergien, die es zu erforschen gilt.

Wenn Sie uns persönlich, materiell, moralisch oder finanziell unterstützen möchten, kommen sie einfach und unverbindlich vorbei. Mehr als zweitausend WIDE OPEN BOOKS warten auf Sie.
           
Ihre
Susanne Seiler

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goodnews november 25 – editorial: psychedelika befreien

Während des „Summer of Love“ war es zunächst in San Francisco (1967) und dann auch in anderen Städten wie Toronto (1968), wo ich damals lebte, üblich, von Freunden auf der Straße angebotenes LSD zu nehmen, es sofort zu schlucken und abzuwarten, was passieren würde.

Nebst Timothy Leary, Richard Alpert und ihren Kollegen, die Psychedelika aus dem Elfenbeinturm von Harvard entkommen liessen, verdanken wir diese Wende hin zur jugendlichen Massenberauschung ironischerweise der Inkompetenz der amerikanischen und britischen Geheimdienste. Sie liessen die magischen Pillen, die sie ihren Testpersonen oft ohne deren Wissen und Zustimmung verabreichten, aus den Labors und Schränken entkommen, sodass sie ihren Weg auf die Straße fanden.

Ken Kesey, der Autor von „Einer flog über das Kuckucksnest“, war einer dieser Probanden, wenn auch mit seiner Zustimmung. Seine chaotischen Merry Pranksters, eine ausgelassene Gruppe von Korea-Veteranen und anderen harten Brocken, veranstalteten bald Acid-Partys zu den Klängen der Grateful Dead, während Timothy Leary an der Ostküste damit beschäftigt war, immer mehr zu seinem messianischen Selbst zu werden. 1969 kandidierte er für das Amt des Gouverneurs von Kalifornien, wo er gelebt und als klinischer Psychologe gearbeitet hatte und Mitbegründer der Psychologieabteilung am Kayser Berkeley Hospital war. Bald darauf wurde er verhaftet und ins Gefängnis gesteckt. Sein Slogan „Come Together Join the Party”, aus dem John Lennon seinen gleichnamigen Song schuf, beschreibt eine Zeit, in der Freiheit gefordert und Befreiung in unbekanntem Ausmass angestrebt wurde, indem schiere Massen von Jugendlichen und anderen auf die Strasse gingen.

Insgesamt sollen von der amerikanischen Westküste über Indien bis nach Ozeanien allein eine halbe Milliarde LSD-Dosen eine Bewusstseinserweiterung ausgelöst haben, die bis heute laut und deutlich nachhallt. Im vergangenen Jahr gaben 27 Millionen Amerikaner über 12 Jahren (!) an, im letzten Jahr LSD genommen zu haben. Etwa einer von 50.000 benötigt während oder infolge eines Trips Hilfe.

Um Menschen, die schlimmstenfalls Hedonisten sind, nicht zu kriminalisieren, muss der Besitz kleiner Mengen von LSD, Psilocybin und MDMA reguliert werden, da diese Substanzen bei verantwortungsvollem Umgang relativ sicher sind.

Noch etwas:

Ab dem 25. November stellen wir eine Auswahl unserer Bücher und anderer Schätze im Kunstraum Walcheturm in Zürich aus. Ähnlich wie beim monatlichen Psychedelic Salon, der im Zürcher Cabaret Voltaire beheimatet ist, bieten wir Lesungen und Diskussionen sowie ein Filmprogramm in den farbenfrohen Räumlichkeiten des Walcheturms an.

Die Bibliothek ist mittwochs bis samstags von 12 bis 18 Uhr geöffnet; das Abendprogramm findet von 17 bis 19 Uhr statt, nach Ankündigung. Wenn Sie sich engagieren und uns unterstützen möchten, lassen Sie es uns bitte wissen.

Wir feiern am 18. November ab 18 Uhr.

Herzlich willkommen!

Susanne Seiler

Kunstraum Walcheturm, Kanonengasse 20, 8004 Zurich

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goodnews oktober 2025 – editorial: wie man schwierige zeiten übersteht

Sind es die unzähligen Lügen, die Korruption, Krieg, Zerstörung, Hunger, Ungleichheit, Ungerechtigkeit? Es macht mich traurig, an diese Dinge zu denken, und ich denke jeden Tag daran, ob ich will oder nicht. Wenn ich mich ernsthaft mit den Tragödien beschäftigen würde, die sich vor meinen Augen abspielen, würde ich wohl verrückt werden. Bin ich mir überhaupt bewusst, was vor sich geht? Ist nicht alles viel schlimmer? Die Lügen, die Täuschungen, die Morde und Hinrichtungen, nicht nur in Gaza, sondern auf der ganzen Welt?

Es hilft nichts, sich mit Ereignissen zu beschäftigen, die ausserhalb unserer Kontrolle liegen. Wir fühlen mit, sind wütend, fühlen uns hilflos, gebrochen – und sind froh, weit weg zu sein. Wir finden, Erleichterung und Privilegien stünden uns zu, und während Erleichterung menschlich ist, sind Privilegien relativ. Die Menschen haben generell genug von unseren chaotischen Zeiten. Ihr Leben ist weniger erschwinglich, ihr Job oft eine Mühsal, zu der sie sich fünf Tage die Woche trostlos schleppen. Selbst Menschen mit guten Jobs in der Mittelschicht und angemessener Bezahlung wollen aussteigen. Bei Kunstvernissagen und während unserer Psychedelic Salons im Cabaret Voltaire begegnen mir manchmal Leute, die dazu neigen, einen gewissen Zweckoptimismus an den Tag zu legen. Hinter ihrer Maske verbirgt sich pure Verzweiflung: Was wird aus meinem Job? Was ist mit KI? Was wird aus meinem Geld, meiner Familie, meinem Leben? Diejenigen auf der nächsthöheren Stufe der Erfolgsleiter sorgen sich um ihren Ruf. Wie stehe ich „in den Augen der Welt“ da? Werde ich öffentlich diffamiert und zerstört, mein Ego in Trümmern, mein Stolz im Staub? Liebt mich überhaupt jemand?

Was sollen wir alle tun? Es scheint klar zu sein, dass diejenigen, die genug haben, mit denen teilen sollten, die weniger haben, und viele Menschen tun es auch. Es ist zu einfach, denen die Schuld zu geben, die es könnten, es aber nicht tun, weil sie so gierig und bedürftig sind. Für sie wie für uns stellt sich die Frage, wie wir die Welt zu einem besseren Ort machen können, ohne uns selbst zu opfern. Schliesslich bedeutet jede Art von Engagement, von der Liebe bis zum Geschäft, ganz zu schweigen von der Politik, eine Investition an Zeit, Geld und Mühe, für die wir vielleicht weder die Energie noch die Mittel aufbringen können.

Was schwierige Zeiten angeht, weiss ich zwei Tricks: Wenn Sie weniger konsumieren, sparen Sie Geld, und wenn Sie Geld sparen, fühlen Sie sich sicherer. Geben Sie einen Teil dieses Geldes weg, und Sie werden sich nicht nur reich fühlen, sondern auch gut.

Die Natur ist meist gratis und für alle zugänglich. Wir nennen sie unsere Mutter; sie ist das Geschenk, das immer wieder einschenkt. Indem wir uns im Wald oder in den Bergen, am Meer oder in der Wüste aufhalten, zeigen wir ihr unsere Zuneigung und Bewunderung. Sie erwidert diese Liebe, indem sie uns unserem Selbst näher bringt und uns Schritt für Schritt von allem befreit, was uns belastet, bis wir uns frei fühlen, in uns selbst einzutauchen und zu erkennen, wer wir waren, als es noch ausreichte nur zu sein.

Lasst uns die Stadt so oft wie möglich hinter uns lassen. Um gemeinsam ein natürlicheres und weitgehend autonomes Leben aufzubauen, wo immer dies möglich ist. Um die Natur, unser Leben und einander zu geniessen.

Einen schönen Herbst allerseits!
Susanne Seiler

goodnews september 2025 – editorial: ich bin also denke ich?

Cogito ergo sum. Die meisten von uns sind als Schüler mit diesem Diktum des Wissenschaftlers und Mathematikers René Descartes (1596–1650), dem Vater der modernen Philosophie, in Berührung gekommen. Schon damals in der Schule war ich anderer Meinung: Wie könnte ich ohne Gehirn überhaupt denken? Oder ohne Körper?

Das führt uns zu der viel schwierigeren Frage, was Bewusstsein eigentlich ist. Ich werde nicht so tun, als hätte ich die Antwort darauf. Die Neurowissenschaft geht jedoch zunehmend davon aus, dass Bewusstsein keine Voraussetzung, sondern eine Folge der Wahrnehmung ist. Bevor wir einen Gedanken bilden, müssen wir unsere Umgebung wahrnehmen und uns über unsere Sinne mit der Realität auseinandersetzen. Das haben wir mit allen fühlenden Wesen gemeinsam. Tiere und andere Lebensformen denken vielleicht nicht wie wir, aber sie sind bewusst genug, um in einer oft feindlichen Umgebung zu überleben, und oft besser an das Leben angepasst als wir, die wir uns von unserer – wahren – Natur entfremdet haben.

Während das Denken mit der neuronalen Aktivität im Gehirn verbunden ist, kann Bewusstsein auch ohne Verständnis auftreten, wie bei der Meditation oder bei Babys, bevor sie sprechen können. Das Gleiche gilt für Patienten im Koma oder auf dem Operationstisch, die wahrnehmen, was um sie herum gesagt und getan wird, ohne darüber nachzudenken. Es gilt für die Katze, die einen Sonnenstrahl geniesst, oder die Maus, die das Rascheln des Grases um sich herum wahrnimmt, für den Vogel, der im Wind tanzt, und den Puma, der durch den Dschungel streift.

Könnte es sein, dass wir Descartes missverstanden haben? Vielleicht wollte er uns einfach nur mitteilen, dass das Denken seine Raison d’être war und dass er sich ohne intellektuelle Auseinandersetzung mit der Welt wie ein Fisch auf dem Trockenen fühlte. Hängt unsere Menschenwürde wirklich von unserer Fähigkeit ab, zu analysieren und zu produzieren, anstatt aus unserem Sein, dem Gefühl des „Ich bin“, zu entspringen? Unsere Wahrnehmung entsteht aus unserer gelebten Erfahrung der Welt. Wir sollten sowohl unser Herz als auch unseren Verstand einsetzen, um uns mit ihr auseinanderzusetzen. Bewusstsein ist mehr als Denken!

Herzlich, Ihre
Susanne G. Seiler

goodnews – august 2025 – editorial: im gedenken an jonathan ott 

„Absolut brillant und in jeder Hinsicht inspirierend – als Schriftsteller, Ethnobotaniker, Chemiker, Psychonaut, Pharmakologe, Erzähler von Drogengeschichten, Gärtner, Baumeister, Wasserkraftspezialist (er versorgte sein Haus und sein Dorf zeitweise mit einem selbst installierten Kraftwerk), Lehrer, Herausgeber und als so ziemlich allem anderen, was man sich nur vorstellen kann. Jonathan verfügte über ein gigantisches Wissen, vielfältige Fähigkeiten und ein noch grösseres Herz. Er wird von so vielen Menschen schmerzlich vermisst werden.“
Hattie Wells, Psychedelische Therapeutin und Co-Direktorin der Breaking Convention

Jonathan Ott wurde am 2. Juni 1949 in Hartford, Connecticut, geboren, wo er seine Kindheit mit seinen drei Schwestern verbrachte. Laut Claudia Müller-Ebeling, die ihn gut kannte, musste er „familiäre, politische und akademische Grenzen sowie meist beschränkte Bewusstseinssphären» überwinden, bevor er am Evergreen State College in Olympia (Washington) und später in Mexiko, wo er sich niederliess, organische Chemie studierte. Sehen Sie dazu ihren Nachruf.

1973 führte ihn eine schicksalhafte Begegnung mit Richard Evans Schultes zusammen. Er, Albert Hofmann und R. Gordon Wasson blieben Jonathans wichtigste Mentoren. Er arbeitete auch mit anderen leidenschaftlichen ethnobotanischen Forschern wie Blas Pablo Reko, Christian Rätsch und Jochen Gartz zusammen. Wie auch Alexander Shulgin und Antonio Escohotado, die uns ebenfalls kürzlich verlassen haben, weilt er nun im Land jenseits des Regenbogens, wo sie hoffentlich alle eine gute Zeit miteinander verbringen.

Jonathan Ott ist unter anderem dafür bekannt, dass er Albert Hofmanns berühmtes Buch LSD, mein Sorgenkind ins Englische übersetzte und den Begriff „Entheogen“ mit prägte. Nicht nur sein Englisch war äusserst elegant und eine Freude zu hören und zu lesen, auch sein Deutsch war bemerkenswert und nur mit einem leichten Akzent gesprochen. Neben Spanisch war er ein Kenner indigener Sprachen. Er war Autor und Co-Autor zahlreicher Bücher und Artikel, darunter die bekanntesten Pharmacotheon: Entheogenic Drugs, Their Plant Sources and History (1993), Ayahuasca Analoge. Pangaeische Entheogene (1994) und Hallucinogenic Plants of North America (1976). Mit dem ihm seelenverwandten und ebenfalls kürzlich verstorbenen Christian Rätsch verfasste er überdies Coca und Kokain: Ethnobotanik, Kunst und Chemie (2003). Eine Auswahl seiner verfügbaren Werke finden Sie hier (E) und hier (D).

Jonathan war in Mexiko als erfahrener Feldforscher bekannt. Er besass ein kleines Labor für Naturprodukte und einen selbst angelegten botanischen Garten mit Heilkräutern. Im März 2010 wurde sein Haus durch Brandstiftung zerstört. Berichten zufolge dienten die Bücher, die Albert Hofmann Ott geschenkt hatte, als Zunder, was darauf hindeutet, dass der oder die Brandstifter vorsätzlich und aus Rachsucht gehandelt haben müssen. Glücklicherweise war Jonathan Ott zum Zeitpunkt des Vorfalls nicht zu Hause.

Ab 1976 initiierte er zusammen mit verschiedenen Partnern mehrere psychedelische Konferenzen. Die psychedelische Bewegung verdankt ihm mehr, als wir jemals wissen oder ausdrücken können.

Die Gaia Media Stiftung war mehrfach seine Gastgeberin und Mitveranstalterin seiner Vorträge. „The Hermit of a Latter-Day St-Anthony Entertains St Albert” (LSD80, Basel 2023), „Albert Hofmann’s Contributions to Chemical and Pharmaceutical Research” (2014) sowie ein „Interview with Faustin Bray” (World Psychedelic Forum 2008) und „Albert Hofmann & Jonathan Ott About Consciousness and Mystical Experiences” (vor Dr. Hofmanns Haus in der Rittimatte 2002 aufgenommen) finden Sie auf unserer YouTube-Seite. Ich habe ihn auch hier gefunden. Bitte scrollen…

Jonathan Ott und ich waren etwa gleich alt. Nun isf er unerwartet am 5. Juli gestorben. Die Todesursache steht noch aus. Er war ein warmherziger Mensch, und ich bedaure sehr, dass er nicht mehr unter uns ist.

In liebevoller Erinnerung,

Susanne G. Seiler

goodnews juli 225 – editorial

50 jahre ökotopia

Ende der Siebziger Jahre las ich erstmals Ernest Callenbachs 1975 erschienene Utopie über eine Zeit in nicht allzu ferner Zukunft (1999), in der sich der nördliche Teil von Kalifornien sowie Oregon und Washington vom Rest der Vereinigten Staaten abspalten und einen eigenen Staat gründen, Ökotopia eben, so auch der Titel des Buchs. Es handelt von einem skeptischen Reporter namens William Wesson, der vom amerikanischen Präsidenten ausgesandt wird, um zu sehen, wie dieses verlorene Land zurückerobert werden könnte.

Angewidert von den politischen Ereignissen in Trumps Unrechtstaat, in dem anonyme Agenten des Ministeriums für innere Sicherheit in Heime, Schulen und Supermärkte eindringen, um die illegalen Einwanderer zu verhaften und abzuschieben, an deren Hungerlöhne ein grosser Teil der amerikanische Wirtschaft hängt, habe ich es wieder in die Hand genommen. Es ist ein Buch, das Mut macht und vieles vorweg nimmt, das wir uns damals kaum vorstellen konnten, heute aber zu unserem Alltag gehört: Recyclingstationen, sexuelle Experimentierfreudigkeit, die Legalisierung von Cannabis, Fitness als Kult, ein Helikopterkrieg, der den heutigen Drohnenkriegen in nichts nachsteht, Kriegsspiele mit echten Opfern. Ich will nicht zu viel verraten, und es würde mich freuen, wenn Sie das Buch lesen (deutsch bei Reclam). Englisch gibt es auch eine Fortsetzung, Ecotopia Emerging, worin geschildert wird, wie es zu zur Abspaltung kam und was sie ermöglichte.

Auch wenn es den meisten von uns in Europa besser geht als vielen US-amerikanischen Bürger:innen, sind wir noch lange nicht dort, wo wir sein müssten, damit wir das, was im Eiltempo auf uns zu rast, bewältigen und abwenden können. Dieser Sommer schlägt jetzt schon alles und macht das zur Wirklichkeit, wovor Klimatologen eindringlich warnen: Immer früher, immer heisser!

Als Wesson nach Ökotopia kommt, ist er zunächst misstrauisch und fürchtet um sein Leben. Seine Beobachtungen und Erlebnisse hält er in offiziellen Berichten und privaten Notizen fest. Mit der Zeit lernt er das fremde Land besser verstehen. Und er verliebt sich.

Vielleicht entnehmen Sie diesem spannenden Buch einige Ideen, die sich auf Ihren Alltag anwenden lassen und wehren sich an der Urne für unseren bedrohten Planeten. Verdrängen bringt nichts. Dass es auch anders geht, zeigte Ernest Callenbach, Autor, Filmemacher und Anhänger des einfachen Lebens, schon von fünfzig Jahren.

Nachdenklich Ihre
Susanne Seiler

P.S. Der Journalist, Autor, Kultur- und Medienschaffender Dominik Landwehr hat vor rund zwei Wochen einen Podcast mit mir aufgenommen. Ich habe nicht alles sagen können, was mir am Herzen liegt, aber das meiste ist drin. Hören Sie selbst!

P.S.S. Sie finden uns in der gaiamedia lounge, im Hinterhof der Hochstrasse 70 (hinter dem Bahnhof Basel SBB, Tramhaltestelle Peter Merian), jeden Donnerstagnachmittag von 14 – 18 h. Herzlich willkommen!

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