{"id":1768,"date":"2020-06-01T14:57:29","date_gmt":"2020-06-01T12:57:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gaiamedia.org\/deutsch\/?p=1768"},"modified":"2020-06-08T14:59:11","modified_gmt":"2020-06-08T12:59:11","slug":"juni-2020-gut-zu-hoeren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gaiamedia.org\/deutsch\/2020\/06\/01\/juni-2020-gut-zu-hoeren\/","title":{"rendered":"juni 2020 \u2013 gut zu h\u00f6ren"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=WHf_96wp32k&amp;list=RDWHf_96wp32k&amp;start_radio=1&amp;t=33\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Ding a Ling<\/strong><\/a><br \/>\n<strong>Dizzy Gillespie \/ Mike Longo<\/strong><br \/>\nHier h\u00f6ren wir Mike Longo, den wir im vergangenen M\u00e4rz an Covid-19 verloren haben, anl\u00e4sslich der Dizzy\u00a0<em>Gillespie Reunion<\/em>. Michael Josef Long wurde 1937 in Cincinnati in eine musikalische Familie hinein geboren und begann schon fr\u00fch, Bass und Klavier zu spielen. Nachdem die Familie nach Fort Lauderdale umgezogen war, ging Mike mit der Band seines Vaters auf Tournee, brachte es aber bald zu eigenen Auftritten dank Cannonball Adderley, der ihn zun\u00e4chst als Pianisten f\u00fcr seine Kirche engagierte. In den sechziger Jahren gr\u00fcndete Longo das Mike Longo Trio, das zweiundvierzig Jahre bestand. Bald darauf lernte er Dizzy Gillespie kennen, der ihn auf der Stelle als musikalischen Leiter und sp\u00e4ter als Pianist der Dizzy Gillespie Allstar Band einstellte. Longos musikalische Karriere war von diesem Moment an eng mit der von Gillespie verbunden. (sgs)<br \/>\nPablo Records, 1973<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=yEap7p55cVI&amp;list=OLAK5uy_nQmyow3qB3pUk1Kk9M16UOMGsoE9YFtRE\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Fiesta d\u2019Or<\/strong><\/a><br \/>\n<strong>Aurlus Mab\u00e9l\u00e9<br \/>\nKing of Soukous\u00a0<\/strong><br \/>\nEin weiteres Opfer von Covid-19, die kongolesische Musiklegende Aurlus Mab\u00e9l\u00e9 (Aur\u00e9lien Miatsonama), verstarb am 23. Mai 2020 im Alter von sechsundsechzig Jahren. Er wurde 1953 in Poto-Poto, in der Republik Kongo, geboren; man nannte ihn dort den K\u00f6nig des Soukous. Die Karriere des S\u00e4ngers und Komponisten nahm ihren Anfang im Brazzaville der siebziger Jahre. Ein Jahrzehnt sp\u00e4ter zog Mab\u00e9l\u00e9 nach Paris und eroberte schliesslich die Welt mit seiner Mischung aus karibischen und afrikanischen Rhythmen, Pop und Soul. In der in Za\u00efre ans\u00e4ssigen Band Loketo des ber\u00fchmten kongolesischen Gitarristen Diblo Dibala (wegen seiner Schnelligkeit als \u00abMachine Gun\u00bb bekannt), spielte Mab\u00e9l\u00e9 zusammen mit Singer-Songwriters Mav Cacharel und dem Keyboard-Spieler Ronald Rubinel\u00a0<em>Soukous<\/em>, auch als kongolesischer Rumba bekannt. Es ist eine Musik, die gl\u00fccklich macht. In den f\u00fcnfundzwanzig Jahren seiner Karriere verkaufte Mab\u00e9l\u00e9 mehr als zehn Millionen Schallplatten und f\u00fchrte den Soukous in der ganzen Welt ein. Loketo war auch bekannt f\u00fcr seine komplexen Melodien und treibenden Rhythmen. (sgs)<br \/>\nJimmy\u2019s Production, 2001<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=BVmS0SSSdWM&amp;list=RDBVmS0SSSdWM&amp;index=1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Y\u00e9 K\u00e9 Y\u00e9 K\u00e9<\/strong><\/a><br \/>\n<strong>Mory Kant\u00e9<\/strong><br \/>\nWir haben noch einen weiteren popul\u00e4ren afrikanischen Musiker verloren: Mory Kant\u00e9 (1950-2020) war ein guineischer S\u00e4nger, Gitarrist und Balafonspieler und ein Erbe der Griot-Tradition des alten K\u00f6nigreichs Mande. Ein Griot ist ein Geschichtenerz\u00e4hler und ein wandelndes lokales Lexikon. \u00dcber sein Werk sagte Kant\u00e9: \u00abOb man Kora, Balafon oder ein anderes Instrument spielt, man muss etwas schaffen, das die Menschen nicht so schnell vergessen werden. Solange deine Arbeit gut ist, vergessen wir sie nicht.\u00bb Seine Mutter war S\u00e4ngerin und stammte aus einer ber\u00fchmten Musikerfamilie. In den achtziger Jahren zog Kant\u00e9 nach Paris, wo man ihm den Spitznamen \u00abder elektronische Griot\u00bb gab. Er schuf dreizehn Soloalben, von denen das letzte 2017 ver\u00f6ffentlicht wurde. \u00abSp\u00e4ter in seiner Karriere dr\u00fcckte Kant\u00e9 seinen Stolz dar\u00fcber aus, dass es ihm gelungen ist, im Dorf Nongo in der N\u00e4he von Conakry einen Unterhaltungskomplex mit einem Auditorium mit 1.500 Sitzpl\u00e4tzen, zwei anspruchsvollen Aufnahmestudios und Freizeiteinrichtungen zu errichten. Ausserdem hielt er Gastvorlesungen an Universit\u00e4ten auf der ganzen Welt und vertiefte damit sein Interesse an der Industrialisierung der Kultur.\u00bb (The Guardian)<br \/>\nDiscogs, 1993<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=LNNPNweSbp8\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Living in a Ghost Town<\/strong><\/a><br \/>\n<strong>The Rolling Stones<\/strong><br \/>\nEs brauchte eine Pandemie, bis den Rolling Stones wieder einmal ein guter Song gelang, die erste Rolling Stones-Single seit vier Jahren und das erste Originalmaterial der Band seit 2012. In einem Interview mit Apple Music verriet Mick Jagger, dass er und Keith Richards den Song \u00fcber ein Jahr zuvor geschrieben hatten, \u00abEr wurde nicht f\u00fcr den Moment seines Erscheinens geschrieben, aber es war einfach eine dieser seltsamen \u00dcbereinstimmungen,\u00bb meinte er. &#8222;Wir schrieben davon, wie es ist, an einem Ort zu sein, der voller Leben war, aber wo jetzt sozusagen kein Leben mehr stattfindet. Ich habe einfach nur auf der Gitarre rum geklimpert und das St\u00fcck in etwa zehn Minuten geschrieben.\u00bb Aber Richards und Jagger schrieben den Text neu, um ihn an die gegenw\u00e4rtige Situation anzupassen. Sie sagen, sie w\u00fcssten nicht, wann sie wieder auf Tournee gehen w\u00fcrden, wie sie es in den letzten Jahren waren. Die gute Nachricht ist, dass sie viel Zeit hatten, neue Musik zu schreiben.<br \/>\nPolydor, April 2020<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=qFTveu3Ikg0\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Strange to Explain<\/strong><\/a><br \/>\n<strong>Woods<\/strong><br \/>\nWoods ist eine Folk-Rock-Band aus Brooklyn, New York, die 2005 gegr\u00fcndet wurde. \u00abIn den drei Jahren zwischen Woods&#8216; Album\u00a0<em>Love Is Love<\/em>\u00a0(2017) und seinem Nachfolger\u00a0<em>Strange to Explain<\/em>\u00a0(2020) ist viel passiert. Die Kernmitglieder Jeremy Earl und Jarvis Taveniere arbeiteten eng mit David Berman an seinem\u00a0<em>Purple Mountains<\/em>-Album zusammen, der letzten Musik, die Berman nur wenige Wochen nach der Ver\u00f6ffentlichung des Albums noch vor seinem Tod machen w\u00fcrde. Dar\u00fcber hinaus wurde Earl Vater, und Taveniere verliess die Ostk\u00fcste in Richtung Westen, wodurch eine grosse Distanz zwischen ihm und seinen Bandkollegen entstand. Ihr elftes richtiges Studioalbum,\u00a0<em>Strange to Explain<\/em>, spiegelt all dies wider und gilt als zur\u00fcckhaltende, nachdenkliche und abwechslungsreiche Platte einer riesigen Diskographie, die bereits gut mit durchdachtem Songwriting und einer wilden Auswahl an Arrangements ausgestattet ist.\u00bb Der S\u00e4nger, Gitarrist und Gr\u00fcnder Jeremy Earl leitet auch das aufstrebende Brooklyner Label Woodsist, f\u00fcr das die Band ihre Arbeiten ver\u00f6ffentlicht.<br \/>\nWoodsist, June 2020<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ding a Ling Dizzy Gillespie \/ Mike Longo Hier h\u00f6ren wir Mike Longo, den wir im vergangenen M\u00e4rz an Covid-19 verloren haben, anl\u00e4sslich der Dizzy\u00a0Gillespie Reunion. 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