{"id":2262,"date":"2021-12-01T04:22:51","date_gmt":"2021-12-01T03:22:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gaiamedia.org\/deutsch\/?p=2262"},"modified":"2021-12-07T04:25:42","modified_gmt":"2021-12-07T03:25:42","slug":"dezember-2021-goodnews-editorial","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gaiamedia.org\/deutsch\/2021\/12\/01\/dezember-2021-goodnews-editorial\/","title":{"rendered":"dezember 2021 \u2013 goodnews editorial"},"content":{"rendered":"<h3>Legalize it II \u2013 Deutschland und \u00d6sterreich<\/h3>\n<p>Die Kelten bauten in unseren Breitengraden bereits Cannabis an. Es erlebt im 17. Jahrhundert eine Bl\u00fctezeit, als europ\u00e4ische Schiffe mit ihren Takelagen aus Hanf in alle Welt fahren und neue Genussmittel nach Europa bringen. Durch die aufkeimende chemische Industrie verliert der Cannabis-Anbau seither an Bedeutung. Nach dem zweiten Weltkrieg ist zwar wieder ein gewisser Aufschwung zu verzeichnen, doch 1982 wird in Deutschland der Anbau von Cannabis vollumf\u00e4nglich verboten. Die Prohibition dauert bis 1996, als Hanf als Nutzpflanze wieder gez\u00fcchtet werden darf. Als Genussmittel erf\u00e4hrt Cannabis schon fr\u00fch gewisse Einschr\u00e4nkungen und ist bis heute illegal. Doch das soll sich jetzt \u00e4ndern, denn die neue Ampelkoalition hat sich die Entkriminalisierung von Hanf auf die Fahne geschrieben und verspricht sich von der kontrollierten Abgabe von Cannabis an Erwachsene zu Genusszwecken, in lizenzierten Gesch\u00e4ften, einen wirtschaftlichen Aufschwung. Als Medizin ist Cannabis in Deutschland bereits seit 2016 zugelassen und auch in \u00d6sterreich ist es als Medizin legal. Allerdings ist bei unserem \u00f6stlichen Nachbarn der Anbau erst dann strafbar, wenn man ein \u2018Suchtmittel\u2019 daraus gewinnen will. Jede\/r kann Hanf anpflanzen, solange die Pflanzen keine weiblichen, THC-haltigen Bl\u00fcten treiben. Sonst werden Anbau, Verarbeitung, Erwerb, Besitz, Konsum, Weitergeben und Transport nach wie vor geahndet. In Deutschland m\u00f6chte man nun auf Cannabisprodukte setzen, und zwar nicht nur auf die harzhaltigen Bl\u00fcten, sondern auf eine breite Palette, wie sie in der Schweiz in den Neunziger Jahren auf dem Markt waren: nicht nur um Hanfbier, Hanfkleidung oder Hanf im Badezusatz, sondern Hanfpapier, Hanf als Isolation f\u00fcr den H\u00e4userbau, als Bonbons oder Lutscher, Hanfsamen, Hanftee oder Hanfkekse. Hanffasern wurden und werden nach wie vor gewerblich produziert, was nicht verboten war oder ist, wenn der THC-Wert nicht ein bestimmtes Mass \u00fcberschreitet. Hanf war in aller Munde, doch die entsprechenden Abstimmungen dazu wurden abgeschmettert, wohl auch, weil man zu viel auf einmal erreichen wollte, Die Palette an Hanfprodukten wurde wieder schm\u00e4ler. Die Zeit von Cannabis als Genussmittel war damals offensichtlich noch nicht gekommen. Im Herbst werden wir erfahren, ob sich das auch in Deutschland ge\u00e4ndert hat. In \u00d6sterreich besteht ebenfalls eine Koalition der Willigen, was die Legalisierung von Cannabis anbelangt; CBD-haltiger Cannabis ist ebenso popul\u00e4r wie in der Schweiz und in Deutschland, doch ob man dem deutschen Vorbild allenfalls folgen wird (m\u00fcssen), bleibt abzuwarten. F\u00fcr viele Konsumentinnen heisst es weiterhin\u2013 Sie wissen schon \u2013 legal, illegal, sch**ssegal!<\/p>\n<p>Ich w\u00fcnsche Ihnen \u2013 mit oder ohne Cannabis \u2013 von Herzen sch\u00f6ne Feiertage!<br \/>\nIhre<br \/>\n<em>Susanne G. Seiler<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<h3>Es gibt so wunderweisse N\u00e4chte<\/h3>\n<p>s gibt so wunderweisse N\u00e4chte,<br \/>\ndrin alle Dinge Silber sind.<br \/>\nDa schimmert mancher Stern so lind,<br \/>\nals ob er fromme Hirten br\u00e4chte<br \/>\nzu einem neuen Jesuskind.<\/p>\n<p>Weit wie mit dichtem Demantstaube<br \/>\nbestreut, erscheinen Flur und Flut,<br \/>\nund in die Herzen, traumgemut,<br \/>\nsteigt ein kapellenloser Glaube,<br \/>\nder leise seine Wunder tut.<\/p>\n<p><em>\u00a0 \u00a0Rainer Maria Rilke<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Legalize it II \u2013 Deutschland und \u00d6sterreich Die Kelten bauten in unseren Breitengraden bereits Cannabis an. Es erlebt im 17. Jahrhundert eine Bl\u00fctezeit, als europ\u00e4ische Schiffe mit ihren Takelagen aus Hanf in alle Welt fahren und neue Genussmittel nach Europa bringen. Durch die aufkeimende chemische Industrie verliert der Cannabis-Anbau seither an Bedeutung. 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