{"id":947,"date":"2014-01-02T01:30:39","date_gmt":"2014-01-02T00:30:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gaiamedia.org\/deutsch\/deutsch\/?p=947"},"modified":"2018-03-31T01:32:48","modified_gmt":"2018-03-30T23:32:48","slug":"ueber-die-jahre","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gaiamedia.org\/deutsch\/2014\/01\/02\/ueber-die-jahre\/","title":{"rendered":"\u00dcber die Jahre"},"content":{"rendered":"<div class=\"layout-wrapper\">\n<div class=\"content-layout\">\n<div class=\"content-layout-row\">\n<div class=\"layout-cell content\">\n<div id=\"post-7645\" class=\"box post post-7645 post type-post status-publish format-standard hentry category-medien-artikel category-medien\">\n<div class=\"box-body post-body\">\n<div class=\"post-inner article\">\n<div class=\"postcontent\">\n<p>Philosophischer Ausblick 2014<br \/>\n<strong>Von Christina Kessler<\/strong><\/p>\n<p>Wenn ich sage, 2014 wird das Jahr der Manifestation werden \u2013 der Manifestation eines neuen Paradigmas, einer neuen Denke, eines neuen kollektiven Bewusstseins \u2013 dann werde ich bestimmt erkl\u00e4ren m\u00fcssen, warum.<\/p>\n<p>Nun, wer sich vorwiegend mit Wandlungsprozessen besch\u00e4ftigt, weiss, dass Wandel nicht einfach irgendwie geschieht. Wandel folgt ganz bestimmten Gesetzm\u00e4ssigkeiten. Wandel besitzt eine innere Dynamik.<\/p>\n<p>Dass wir uns in einem tiefgreifenden, ja epochalen und globalen Wandel befinden, daran d\u00fcrfte wohl niemand mehr einen Zweifel haben, allenfalls jene, die diese Tatsache nicht wahrhaben wollen. L\u00e4ngst hat es sich auch herumgesprochen, dass wir alle dazu aufgefordert sind, konstruktiv bei der Gestaltung des Neuen mitzuwirken. Ver\u00e4nderung mag ohne uns geschehen, aber wird sie auch in eine Richtung f\u00fchren, die wir uns wirklich w\u00fcnschen? Und wer, wenn nicht wir selbst, kann uns herausholen aus dem, was wir auf keinen Fall mehr wollen \u2013 weil es uns und dem Leben nicht mehr dient, weil es lebensfeindlich geworden ist, weil es einfach keinen Sinn mehr macht.<\/p>\n<p><b>2012 \u2013 Zusammenbruch<\/b><\/p>\n<p>Die meisten erinnern sich noch lebhaft an das magisch heraufbeschworene 2012 \u2013 an das esoterische Riesen-Event \u00abZeitenwende\u00bb, assoziiert mit dem Ende des Maya\u2013 Kalenders. Der Untergang, wie ihn sich viele vorstellten, blieb aus; Gott sei Dank. Der Zirkus hatte sich bald ersch\u00f6pft; zum Gl\u00fcck. Eines war aber pl\u00f6tzlich nicht mehr vom Tisch zu wischen: die Tatsache n\u00e4mlich, dass es nicht mehr so weitergehen kann: dass wir uns verfahren haben; dass unser vermeintlich \u2013 ach, so starkes \u2013 System im Kollabieren begriffen ist; dass wir mit L\u00fcgen abgespeist und nach Strich und Faden manipuliert werden. Dass das Leben an Qualit\u00e4t eingeb\u00fcsst hat, weil Druck, Stress, Geschwindigkeit, Erwartungen und Anforderungen, Egoismus und Profitgier, Verblendung und Unverantwortlichkeit \u00fcberm\u00e4ssig geworden sind. 2012 hat uns auf breiter Ebene vor Augen gef\u00fchrt: Der Tempel der westlichen Zivilisation hat nicht nur Risse bekommen. Die Risse sind so tief, dass sie nicht mehr gekittet werden k\u00f6nnen. Das Geb\u00e4ude kracht in sich zusammen \u2013 Wirtschaft, Politik, Gesellschaft, Technologie, Konsum, Bildung, Medizin \u2026<\/p>\n<p><b>2013 \u2013 Durchbruch<\/b><\/p>\n<p>Doch haben Risse und L\u00f6cher auch ihr Gutes. Wo verfestigte, starr gewordene Weltbilder zusammenbrechen, bricht der Mensch durch zur Einsicht in das innere Wesen der Wirklichkeit, zur Erkenntnis universellen Wissens von zeitloser G\u00fcltigkeit, zum eigentlich Wesentlichen, zum Sein.<\/p>\n<p>2013 bescherte der Welt die unwiderlegbare Erkenntnis: es gibt eine \u00e4ussere Wirklichkeit und eine innere Wirklichkeit. Will Leben gelingen, wollen kulturelle Systeme nachhaltig sein, m\u00fcssen beide Sph\u00e4ren beachtet werden. Keine Seite der Wirklichkeit darf vernachl\u00e4ssigt, keine \u00fcberbetont und zu dominant werden.<\/p>\n<p>Aussen, das bedeutet materielle Wirklichkeit, Unterschiedlichkeit, dingliche Wahrnehmung, Faktenwissen, Objektivit\u00e4t, Individualit\u00e4t, Trennung.<\/p>\n<p>Innen das Gegenteil. Innen finden wir das Unsichtbare, die geistige Wirklichkeit und ihre innere Ordnung, den Urgrund, Einheit\/Ganzheit, prozesshafte Wahrnehmung, Orientierungswissen, Subjektivit\u00e4t, Universalit\u00e4t.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend fr\u00fcher auf Kongressen und Symposien stets ganze Paletten an Alternativ-M\u00f6glichkeiten vorgestellt wurden, herrscht heute tiefes Einverst\u00e4ndnis dar\u00fcber, wie das Neue ausschaut: \u00abUnity in Diversity\u00bb, \u00abZur\u00fcckeroberung der verlorenen Innenr\u00e4ume\u00bb, \u00abBegegnung von Wissenschaft und Weisheit\u00bb, \u00abHochzeit von Intuition und Intellekt\u00bb. Ebenso einig ist man sich dar\u00fcber, dass das Neue eigentlich gar nicht so neu ist, sondern es bei diesem Neuen um Einsichten handelt, die der Mensch im Laufe der Geschichte immer wieder gewann. Einsichten, die ihm immer wieder halfen, sich aus Krisen zu befreien und kulturelle Bl\u00fctezeiten herbeizuf\u00fchren.<\/p>\n<p>2013, so empfand ich es zumindest, brachte den Durchbruch zu universellem Lebenswissen, das sich bisher hinter den Mauern von unterschiedlichsten Religionen und Weltanschauungen versteckt hielt.<\/p>\n<p><b>2014 \u2013 Manifestation<\/b><\/p>\n<p>Dieses universelle Lebenswissen liegt nun vor uns wie weites Land \u2013 unbegrenzt, unverbaut, unbefleckt, ohne den leisesten Geschmack von Ideologie, Dogmatik, Konfession, wild, ungez\u00e4hmt \u2013 und m\u00f6chte von uns besiedelt werden. Ein frischer Wind weht, wie eine Einladung: \u00abMensch, werde wesentlich. Erinnere dich daran, was Leben wirklich bedeutet, was du wirklich leben willst. Lass dich nicht einlullen und narkotisieren von Konsum und Manipulation. Wach auf und geh deinen Weg. Mach deine Berufung zu Deinem Beruf. Verwirkliche Deine inneren Tr\u00e4ume von Geborgenheit, Gemeinschaft, Wertsch\u00e4tzung, Respekt und Vertrauen. Von einem Leben, das sich zu leben lohnt und anderes Leben leben l\u00e4sst. Fange damit bei dir selbst an und warte nicht, bis dir die gef\u00fcllte Gans serviert wird. Sei mutig und horche auf Dein Herz. Denke wild, gib Intuition und Kreativit\u00e4t einen Platz in deinem Leben. Erlaube dir zu f\u00fchlen, mitzuf\u00fchlen. Liebe. Ja, trau Dich endlich wieder zu lieben, dich selbst und andere, das Leben und die Welt. Hemmungslos. Bedingungslos. Und vor allem: Komme dir nicht mehr bl\u00f6d vor, wenn du dein Herz sprechen l\u00e4sst. \u00abMan sieht nur mit dem Herzen gut\u00bb, heisst es im \u00abKleinen Prinzen\u00bb von Antoine de Saint\u2013 Exup\u00e9ry.<\/p>\n<p>2014 steht ganz unter dem Motto \u00abFinde dich selbst und ver\u00e4ndere die Welt\u00bb. Der kollektive Drang zur Manifestation ist dabei R\u00fcckenwind f\u00fcr die pers\u00f6nliche Verwirklichung. Wer im kommenden Jahr umsetzt, was er schon immer machen wollte, kann mit einem enormen Kraftschub rechnen. Alles, was in die richtige Richtung strebt, wird leichter gehen als sonst. Widerst\u00e4nde werden geringer werden. Daf\u00fcr wird im Miteinander wie von selbst die Tendenz zu Kooperation, Zusammenhalt und Commitment \u2013 Verbindlichlichkeit aus freien St\u00fccken \u2013 entstehen. Die Zeit der einsamen W\u00f6lfe ist vorbei. WIR sind diejenigen, auf die wir immer gewartet haben. Alphatier-Gehabe ist out, wenn WIR unsere eigene Autorit\u00e4t zur\u00fcckgewinnen. Haie werden bald g\u00e4nzlich auf soziale Anerkennung verzichten m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Der neue Typ ist der Tiger \u2013 im indotibetischen Kulturkreis seit jeher Symbol f\u00fcr Lebensmeisterschaft, Weisheit, Selbstverwirklichung, Zivilcourage und soziales Engagement. \u00abIch, der Weise, bin der Tiger unter den Menschen\u00bb heisst es bei Milarepa, dem grossen literarischen Helden des Alten Tibet. Gelebte Weisheit wird 2014 IN sein. Denn Weisheit bedeutet: Einblick in die unsichtbare Zusammenh\u00e4nge der Wirklichkeit und daraus folgende ausserordentliche Handlungskompetenz. Gelebte Herzensqualit\u00e4ten werden die Weichen f\u00fcr eine neue Wirklichkeit stellen, weil sie uns andere, kl\u00fcgere, bessere, sch\u00f6nere und liebenswertere Entscheidungen treffen lassen.<\/p>\n<p>\u00abWir sind der Wandel, den wir in dieser Welt erleben wollen\u00bb. Wie oft wurde dieser Satz von Mahatma Gandhi bereits zitiert! Jetzt ist es soweit, dass wir ihn endlich begreifen.<\/p>\n<p>\u00a9 2013 Christina Kessler<\/p>\n<p>Dr. Christina Kessler ist Ethnologin, Philosophin, Soziologin und interkulturelle Mediatorin, seit vielen Jahren spezialisiert auf Wandlungsprozesse und deren innere Dynamik, Autorin diverser B\u00fccher \u2013\u00a0<a href=\"http:\/\/www.christinakessler.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.christinakessler.com<\/a><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"footer\">\n<div class=\"footer-body\">\n<div class=\"footer-text\"><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Philosophischer Ausblick 2014 Von Christina Kessler Wenn ich sage, 2014 wird das Jahr der Manifestation werden \u2013 der Manifestation eines neuen Paradigmas, einer neuen Denke, eines neuen kollektiven Bewusstseins \u2013 dann werde ich bestimmt erkl\u00e4ren m\u00fcssen, warum. 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