{"id":954,"date":"2007-01-31T01:35:34","date_gmt":"2007-01-31T00:35:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gaiamedia.org\/deutsch\/deutsch\/?p=954"},"modified":"2018-03-31T01:36:23","modified_gmt":"2018-03-30T23:36:23","slug":"das-verbotene-gehirn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gaiamedia.org\/deutsch\/2007\/01\/31\/das-verbotene-gehirn\/","title":{"rendered":"Das verbotene Gehirn"},"content":{"rendered":"<p><strong>von Bruno Martin<\/strong><\/p>\n<p>Intelligenz kann F\u00e4den kreativen Potenzials mit verf\u00fcgbaren Ressourcen und Umst\u00e4nden verkn\u00fcpfen.<br \/>\n<em>Anthony Blake<\/em><\/p>\n<p>Ist das Bewusstsein nun vom Gehirn abh\u00e4ngig oder das Gehirn vom Bewusstsein? Wir haben es hier mit einer klassischen Paradoxie zu tun. Ein Gehirn, das \u00fcber sich selbst reflektieren kann, ist ein logisches Problem \u00e4hnlich dem Bild von M.C. Escher, in dem zwei H\u00e4nde sich selbst malen. F\u00fcr das reale Ich-Bewusstsein ist es kein Problem \u2013 es ist nur ein Problem f\u00fcr die Logik.(1)<br \/>\nIm normalen Leben ist man daran gewohnt, dass es oft nicht logisch zugeht. Die M\u00f6glichkeit der Selbstbez\u00fcglichkeit und der Selbstreflexion innerhalb des Gehirns l\u00e4sst sich kausal mit unterschiedlichen Ebenen der Informationsverarbeitung erkl\u00e4ren, z.B. dass Erinnerungen, auf die wir bei einem aktuellen Denkprozess zugreifen k\u00f6nnen, an anderer Stelle abgelegt sind, als die momentane Wahrnehmungsverarbeitung. Dar\u00fcber hinaus gibt es unterschiedliche Schaltkreise f\u00fcr die Abarbeitung unterschiedlicher Aufgaben, die gr\u00f6sstenteils unterhalb der Bewusstheitsschwelle vor sich gehen.<br \/>\nEs muss eine Art \u00abQuantensprung\u00bb in eine h\u00f6here Ebene geben, damit wir eine individuellen Bewusstheit und Selbstwahrnehmung mit einem Bewusstsein verbinden k\u00f6nnen, das nicht an das Gehirn gebunden ist. Die Selbstbewusstheit im Gehirn ist Schaltstation und Schnittstelle zugleich, vergleichbar mit der eigenartigen Verbindung der Gliazellen und Nervenzellen. Diese Schnittstelle verbindet und verschr\u00e4nkt uns im Bewusstseinsfeld mit allen anderen Konzentrationen oder im \u00fcbertragenen Sinne \u00abMolek\u00fclen\u00bb von Bewusstseinsquanten.<br \/>\nAuf der tieferen Ebene der verwickelten Hierarchie zeigt das Gebiet der Psycho-Neuro-Immunologie die vielf\u00e4ltigen und beinahe unfassbar komplexen Verbindungen zwischen Gehirn und Immunsystem auf. Nervensystem und Immunsystem kommunizieren eindeutig miteinander. So k\u00f6nnen k\u00f6rpereigene, schmerzstillende (und Lust erzeugende) Neurotransmitter wie Endorphine die Aktivit\u00e4t der Lymphozyten ver\u00e4ndern. Es wird auch angenommen, dass Emotionen das Gehirn veranlassen, entsprechende Botenstoffe auszusch\u00fctten, um die Immunabwehr anzustossen. Die chemischen Botenstoffe wandern entweder zu den Zellen, wo sie gebraucht werden, oder es werden die daf\u00fcr notwendigen Gene direkt angeschaltet, so dass die Neurotransmitter an Ort und Stelle produziert werden. Umgekehrt k\u00f6nnen die Gene auch abgeschaltet werden, falls sie zuviel von irgendwelchen Stoffen im unpassenden Moment herstellen.(2)<br \/>\nEs wird vermutet, dass Zellen zu Krebszellen entarten, wenn die Informationssteuerung und Selbstreparaturf\u00e4higkeit von Zellverb\u00e4nden versagt. Ebenso sind Allergien \u00abAutoimmunkrankheiten\u00bb, weil bestimmte Informationen im K\u00f6rper zu \u00fcberschiessenden Reaktionen f\u00fchren. Man weiss inzwischen sehr viel \u00fcber das Immunsystem, das ebenso wie andere Teile des K\u00f6rpers offenbar ein eigenes \u00abBewusstsein\u00bb besitzt. Und es funktioniert im Normalfall ausserordentlich effizient.<br \/>\nMit verschiedenen Botenstoffen kann sich das Gehirn sogar selbst in unterschiedliche Bewusstseinszust\u00e4nde bringen. Es produziert schmerzstillende und anregende Botenstoffe, kann Reize verst\u00e4rken oder blockieren, je nach Bedarf. Ausserdem hat es Rezeptoren f\u00fcr eine Vielfalt von endogenen (innen entstehenden) wie exogenen (von aussen kommenden) bewusstseinsver\u00e4ndernden Substanzen wie Opiate, Nikotin, THC, Alkaloide, Phenethylaminen und Tryptaminen. Das System ist so offen angelegt, dass biochemische Substanzen von aussen dieselben Rezeptoren an den Synapsen belegen k\u00f6nnen, die auch von endogenen Botenstoffen aufgesucht werden.(3)<br \/>\nWenn die Stoffe nach dem Schl\u00fcssel-Schloss-Prinzip nicht genau passen, werden indirekte Funktionen eingeschaltet. Erstaunlicherweise hat die Evolution f\u00fcr die meisten psychoaktiven Substanzen entsprechende Rezeptoren geschaffen, es gibt sogar ein eigenes \u00abCannabinoidsystem\u00bb, also eine Menge Rezeptoren f\u00fcr den Wirkstoff von Cannabis. Warum wohl? Wusste die Intelligenz der Evolution schon immer, dass manche Menschen gerne einen Joint rauchen? F\u00fcr Alkohol gibt es nebenbei gesagt auch viele Rezeptoren. Und da das Gehirn \u00f6konomisch effizient arbeitet, h\u00f6rt es auf, bestimmte endogene Substanzen zu produzieren, wenn diese regelm\u00e4ssig von aussen zugef\u00fchrt werden. Daher sind einige \u2013 aber nicht alle \u2013 psychoaktiven Substanzen suchtbildend.<br \/>\nDie k\u00f6rperlich nicht s\u00fcchtig machenden psychoaktiven Tryptamine wie Psilocybin, DMT und LSD wirken haupts\u00e4chlich auf das k\u00f6rpereigene Serotoninsystem des Gehirns ein. Es wird vermutet, dass die Substanzen die Wirkungen des Serotonins \u00abimitieren\u00bb, in anderen F\u00e4llen auch unterbinden. Es gibt ungef\u00e4hr zwanzig verschiedene Typen von Serotoninrezeptoren im Gehirn. Das ist eine Anzahl, die sonst nicht f\u00fcr andere Botenstoffe gebraucht werden. Das h\u00e4ngt damit zusammen, dass diese vielfachen Andockst\u00e4tten f\u00fcr Serotonin sich in hohen Konzentrationen auf den Nervenzellen der Gehirnregionen befinden, die eine Vielzahl wichtiger psychischer und physischer Prozesse steuern: Herz- und Kreislaufsystem, Hormonsystem, Regelung der K\u00f6rpertemperatur, Schlaf und Nahrungsaufnahme, Stimmungen, Wahrnehmung und motorische Kontrolle.(4)<br \/>\nIch erw\u00e4hne diese besonderen Eigenschaften des Serotoninsystems im Zusammenhang mit psychoaktiven Substanzen deshalb, weil es uns auf die Spur der Schnittstelle zum Bewusstseinsfeld bringen kann.<br \/>\nEin Beleg daf\u00fcr ist f\u00fcr mich, dass die Einnahme von psychoaktiven Substanzen, insbesondere der psychedelischen wie LSD, nach neuesten Erkenntnissen (5) die \u00e4ussere Konzentrationsf\u00e4higkeit wesentlich absenkt, daf\u00fcr aber die innere Bewusstheit und innere Aufmerksamkeit wesentlich erh\u00f6ht. Ausserdem wird die Wahrnehmungsf\u00e4higkeit aller Sinne vertieft und erweitert. Die seri\u00f6sen Forscher weisen auch deutlich darauf hin, dass diese Erfahrungen keine \u00abHalluzinationen\u00bb sind. Meistens geht das Erleben mit diesen Substanzen einher mit einem aufregenden Gef\u00fchl der Ganzheit, einer Intensivierung der visuellen und akustischen Wahrnehmungen und Ver\u00e4nderungen des Zeitempfindens. Ein ge\u00fcbter Konsument kann ganz genau unterscheiden zwischen \u00abEinbildung\u00bb und tats\u00e4chlicher Bewusstseinssteigerung oder Intensit\u00e4t des Erlebens. Er ist sogar in der Lage, diese Erfahrung selbst zu beeinflussen. EEG-Messungen des Gehirns w\u00e4hrend eines LSD-Trips zeigen, dass der Proband koh\u00e4rente Gehirnwellenmuster erzeugen kann, wenn er die Absicht dazu hat.(6)<br \/>\nDas einzige Problem ist, wenn ein junger, ungefestigter Mensch durch eine solche Substanz mit einer grossen Menge von Eindr\u00fccken \u00fcberschwemmt wird und noch nicht ausreichend das eigene Bewusstsein \u00abtrainiert\u00bb hat, um damit zurechtzukommen. Deshalb spielen \u00abSet\u00bb und \u00abSetting\u00bb und eine kundige Anleitung eine grosse Rolle. Auch Bewusstseinsver\u00e4nderung muss trainiert werden. Schamanen, die pflanzliche Bewusstseinstr\u00e4nke nehmen, m\u00fcssen zuerst eine l\u00e4ngere Ausbildung daf\u00fcr machen. Aus diesem Grund f\u00fchrt die Illegalit\u00e4t solcher bewusstseinsver\u00e4ndernden Substanzen eher zu Problemen als zu einer vern\u00fcnftigen L\u00f6sung. F\u00fcr die Evolution des menschlichen Bewusstseins sollten alle nicht s\u00fcchtig machenden Substanzen legalisiert werden, so dass jeder erwachsene Mensch die M\u00f6glichkeit bekommt, die Welten des Bewusstseins intensiver zu erkunden. Aber vielleicht haben die Politiker mehr Interesse daran, gr\u00f6lende und literweise Bier saufende Menschen mit eingeschl\u00e4fertem Bewusstsein zu regieren, die ihnen unkritisch folgen?<br \/>\nDie Chemie der Wirkungen vieler dieser Substanzen ist recht gut erforscht. Die k\u00f6rpereigenen Dopamin- und Serotoninsysteme sind massgeblich daran beteiligt. Aus politischen Gr\u00fcnden ist jedoch noch sehr wenig dar\u00fcber erforscht, wie die Ver\u00e4nderungen der Gehirnchemie direkt mit dem subjektiven und inneren Erleben in Verbindung stehen. \u00abWir sp\u00fcren nicht, dass ein Serotoninrezeptor blockiert wird, sondern versp\u00fcren Ekstase. Wir sehen die Aktivierung des Stirnlappens nicht, sondern nehmen \u201aEngel oder D\u00e4monen\u2019 wahr\u2026 Psychedelische Substanzen wirken auf alle geistig-seelischen Aktivit\u00e4ten ein: auf die Wahrnehmung, die Gef\u00fchle, das Denken, die K\u00f6rperwahrnehmung und unser Empfinden von unserem Selbst.\u00bb(7)<br \/>\nIch stelle wieder einmal die \u00abWarum-Frage\u00bb: Warum haben wir im Alltagsbewusstsein nicht diese intensiven Wahrnehmungen, wenn das k\u00f6rpereigene System die M\u00f6glichkeit daf\u00fcr vorgesehen hat? Das Gehirn kommt normalerweise ganz gut mit der allt\u00e4glichen Reiz\u00fcberflutung klar, und die Reiz\u00fcberflutung bei Einnahme der Psychedelika ist in dieser Hinsicht sicherlich auch nicht gr\u00f6sser, nur anders und braucht deshalb eine gewisse Zeit der \u00dcbung, damit sich das Bewusstsein darauf einstellen kann.<br \/>\nEs gibt eine Reihe Methoden ohne die Einnahme von Substanzen, um ver\u00e4nderte Bewusstseinszust\u00e4nde zu erreichen. Meditation, Trance, Tanz sind die bekanntesten. Bei diesen Aktivit\u00e4ten wird verst\u00e4rkt Dopamin hergestellt. \u00abWer unter Depressionen leidet und sich dennoch zu einem Dauerlauf oder zu einem spontan-wilden Tanz entschliessen kann, wird die stimmungshebende Wirkung von Noradrenalin (mobilisiert durch Laufen) und Dopamin (mobilisiert durch Tanzen) angenehm sp\u00fcren.\u00bb(8)<br \/>\nMessungen unter Verwendung bildgebender Verfahren haben ergeben, dass bei ge\u00fcbten Probanden in tiefer Meditation, die ihre Erfahrung hinterher als \u00abmystisch\u00bb eingestuft haben, dieselben Gehirnareale aktiviert werden wie bei der Verabreichung von LSD. Offenbar aktivieren beide Methoden dieselbe Schnittstelle im Gehirn. Meditationstechniken, die zusammen mit Kl\u00e4ngen, Bildern oder Visualisations\u00fcbungen durchgef\u00fchrt werden, lassen besondere Wellenmuster im Gehirn entstehen, dessen Felder eine Resonanz ausl\u00f6sen. Diese Felder wiederum versetzen vielfache Systeme in eine Schwingung; der ganze K\u00f6rper kommt in Resonanz mit der Schwingung, die durch einen ver\u00e4nderten Bewusstseinszustand entsteht. Bei bestimmten Klangfrequenzen oder inneren Schwingungen schwingt auch die Zirbeldr\u00fcse mit und setzt ihre Stoffe frei.<br \/>\nMan kann also nicht sagen, dass ein ver\u00e4nderter Bewusstseinszustand von der Substanz verursacht wird, sondern dass diese genauso wie eine selbstinduzierte Bewusstseinsver\u00e4nderung eine M\u00f6glichkeit er\u00f6ffnet, eine Verbindung mit dem Bewusstseinsfeld herzustellen. Diese Schnittstelle ist offenbar die bereits erw\u00e4hnte Zirbeldr\u00fcse.(9)<br \/>\n\u00abDie allgemeine Hypothese lautet, dass die Zirbeldr\u00fcse an aussergew\u00f6hnlichen Zeitpunkten unseres Lebens DMT [ein Tryptamin, chemisch verwandt mit dem LSD und dem Botenstoff Serotonin] in psychedelisch wirksamen Mengen bildet. Die Produktion von DMT in der Zirbeldr\u00fcse ist die physische Entsprechung nichtmaterieller oder energetischer Prozesse. Sie er\u00f6ffnet uns einen Weg, auf dem wir die Bewegung unserer Lebenskraft in ihren extremsten Manifestationen bewusst erleben. Spezifische Beispiele f\u00fcr dieses Ph\u00e4nomen sind folgende: Wenn unsere individuelle Lebenskraft in unseren embryonalen K\u00f6rper eintritt, also in dem Augenblick, in dem wir wirklich zu Menschen werden, geht sie durch die Zirbeldr\u00fcse hindurch und l\u00f6st den ersten, uranf\u00e4nglichen Schwall von DMT aus. Sp\u00e4ter, bei der Geburt, sch\u00fcttet die Zirbeldr\u00fcse weiteres DMT aus. Einigen von uns vermittelt DMT aus der Zirbeldr\u00fcse im Zustand tiefer Meditation, in der Psychose oder bei Nahtoderfahrungen zentrale Erfahrungen. Wenn wir sterben, verl\u00e4sst die Lebenskraft den K\u00f6rper durch die Zirbeldr\u00fcse und setzt einen weiteren Schwall dieses psychedelischen Bewusstseinsmolek\u00fcls frei.\u00bb (10)<br \/>\nDie Zirbeldr\u00fcse enth\u00e4lt auch die notwendigen Grundbausteine zur Herstellung von DMT, sie hat die h\u00f6chsten Konzentrationen von Serotonin im ganzen K\u00f6rper. Sie kann dieses sogar in Tryptamin umwandeln. Die einzigartigen Enzyme, die Serotonin, Melatonin oder Tryptamin in psychedelische Verbindungen umwandeln, sind ebenfalls in aussergew\u00f6hnlich hoher Konzentration in der Zirbeldr\u00fcse vorhanden. Sie produziert auch noch andere wichtige Substanzen wie die Beta-Carboline, die den Abbau von DMT verhindern, die k\u00f6rpereigenen MAO (Monoaminoxidasen). Das Pflanzengebr\u00e4u Ayahuasca, das von Schamanen am Amazonas als bewusstseinserweiterndes und heilendes Getr\u00e4nk benutzt wird, setzt sich zusammen aus DMT und MAO, wobei der MAO-Hemmer verhindert, dass DMT zu schnell abgebaut wird.<br \/>\nDie ekstatischen, euphorischen Gef\u00fchle, die bei der Anwendung von Tryptaminen entstehen, beruhen auf Wechselwirkungen mit dem Hypothalamus, der Schaltstelle des Limbischen Systems und der Hormonzentrale des Gehirns. \u00abWeil dem Hypothalamus bei der Regelung der Gehirnsysteme eine so wichtige Rolle zuf\u00e4llt, wird er oft als das Gehirn des Gehirns bezeichnet. \u2026 Der Hypothalamus steuert auch die Hirnanhangdr\u00fcse (Hypophyse), ein lebenswichtiges Organ, das alle wichtigen Dr\u00fcsen des K\u00f6rpers beeinflusst. Diese Systeme aktivieren wiederum Mandelkern und Hirnstamm, die das sympathische Nervensystem anregen.\u00bb(11)<br \/>\nDie Gehirnforscher betonen, dass der gr\u00f6sste Hersteller und Konsument von psychoaktiv wirkenden Substanzen das menschliche Gehirn ist. Sollen wir deshalb das Gehirn f\u00fcr illegal erkl\u00e4ren? Es gibt mindestens 60 Neuropeptide, die aus den einfachen Aminos\u00e4urenbausteinen in der Zelle hergestellt werden. Die Neuropeptide sind vergleichbar mit den Photonen und erf\u00fcllen ebenfalls eine Doppelfunktion: Im Gehirn wirken sie als Neurotransmitter und im K\u00f6rper als Hormone. Die Neuropeptid-Rezeptoren sind im ganzen K\u00f6rper verteilt und vorhanden und so m\u00f6glicherweise die physiologische Basis des Bewusstseins. \u00abIch glaube\u00bb, sagt die grosse Erforscherin der Neuropetide, Candace Pert, \u00abdass wir anfangen m\u00fcssen, dar\u00fcber nachzudenken, wie Geist und Bewusstsein in den verschiedenen Regionen des K\u00f6rpers funktionieren und wie sie dort hinkommen.\u00bb(12)<br \/>\nDie Evolution ist schon sehr schlau gewesen. Sie benutzt dieselben aktiven Proteine als Hormone im K\u00f6rper und als Neurotransmitter im Gehirn. Je nach dem wo eines dieser Peptide gebraucht wird, wird es von den Genen erzeugt. \u00abBei der Vernetzung und Komplexit\u00e4t von neuronalen und endokrinen Interaktionen ist es grunds\u00e4tzlich schwierig, mit linearen Methoden befriedigende Antworten zu erhalten. Sowohl mehrere Einflussfaktoren, z. B. andere Transmitter und Modulatoren oder Situationsvariablen wie Stress als auch R\u00fcckkoppelungseffekte m\u00fcssen immer gleichzeitig ber\u00fccksichtigt werden.\u00bb(13) Die verwickelte Vernetzung von K\u00f6rpersystemen und Gehirnsystemen ist so ausserordentlich komplex, dass nicht nur selbstbez\u00fcgliche Schleifen die Organisation \u00fcbernehmen k\u00f6nnen. Deshalb ist meine Hypothese von der zeitlosen Informations\u00fcbertragung mit Hilfe intelligent operierender Bewusstseinsquanten eine m\u00f6gliche Antwort.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Anmerkungen<\/p>\n<div>\n<div id=\"edn1\">(1) Thomas G\u00f6rnitz: Quanten sind anders, M\u00fcnchen 2006, S. 282<\/div>\n<div id=\"edn2\">\n<p>(2) Der Nobelpreis f\u00fcr Medizin 2006 ging an die US-amerikanischen Forscher Craig C. Mello und Andrew Z. Fire, die herausfanden, wie Gene regelrecht durch einen bestimmten Zellvorgang stillgelegt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"edn3\">\n<p>(3) Ausf\u00fchrlich zu diesem Thema siehe: Josef Zehentbauer: K\u00f6rpereigene Drogen, M\u00fcnchen und Z\u00fcrich 1992<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"edn4\">\n<p>(4) ausf\u00fchrlich in: Dr. Rick Strassman: DMT, Baden 2004. S. 64ff<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"edn5\">\n<p>(5) Vortr\u00e4ge von Dr. med. Torsten Passie von der Medizinischen Hochschule Hannover und Dr. med. Franz X. Vollenweider, Psychiatrische Universit\u00e4tslinik Z\u00fcrich, auf dem Symposium \u00abLSD-Sorgenkind und Wunderdroge\u00bb in Basel vom 13.-15. Januar 2006<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"edn6\">\n<p>(6) Pers\u00f6nliche Mitteilung eines Forschers.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"edn7\">\n<p>(7) Strassman, a.a.O. S. 65<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"edn8\">\n<p>(8) J. Zehentbauer, a.a.O., S. 57<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"edn9\">\n<p>(9) Zirbeldr\u00fcse \u2013 siehe Kapitel 4<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"edn10\">\n<p>(10) Dr. Rick Strassman: DMT, Baden 2004, S. 104<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"edn11\">\n<p>(11) John Ratey, Das menschliche Gehirn \u2013 Eine Gebrauchsanweisung, D\u00fcsseldorf 2001, S. 207<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"edn12\">\n<p>(12) zitiert in Johannes Holler: Das neue Gehirn, S\u00fcdergellersen 1991, S. 83, leider ohne Quellenangabe.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"edn\">\n<p>(13) Holler, a.a.O., S. 83<\/p>\n<p>Aus: Bruno Martin, Intelligente Evolution, M\u00fcnchen 2007. Mit freundlicher Genehmigung<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Bruno Martin Intelligenz kann F\u00e4den kreativen Potenzials mit verf\u00fcgbaren Ressourcen und Umst\u00e4nden verkn\u00fcpfen. Anthony Blake Ist das Bewusstsein nun vom Gehirn abh\u00e4ngig oder das Gehirn vom Bewusstsein? Wir haben es hier mit einer klassischen Paradoxie zu tun. Ein Gehirn, das \u00fcber sich selbst reflektieren kann, ist ein logisches Problem \u00e4hnlich dem Bild von M.C.<a href=\"https:\/\/www.gaiamedia.org\/deutsch\/2007\/01\/31\/das-verbotene-gehirn\/\" class=\"read-more\">Continue Reading<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[11],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gaiamedia.org\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/954"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gaiamedia.org\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gaiamedia.org\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gaiamedia.org\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gaiamedia.org\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=954"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.gaiamedia.org\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/954\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":955,"href":"https:\/\/www.gaiamedia.org\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/954\/revisions\/955"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gaiamedia.org\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=954"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gaiamedia.org\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=954"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gaiamedia.org\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=954"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}