love bomb
Der diesjährige Bicycle Day verspricht der bisher grösste zu werden, mit vielen lokalen Teilnehmern sowie Freundinnen aus Europa und U.S.A. Wir sind in den letzten Jahren stetig gewachsen und gedenken der ursprünglichen Fahrradtour von Albert Hofmann auf LSD und seiner treuen Laborantin Susi Ramstein, indem wir weitgehend derselben Route folgen, die die beiden genommen haben, um den verwirrten Chemiker sicher nach Hause zu bringen. Dazu treffen wir uns am Sonntag, dem 19. April 2026, in Basel. Wenn Sie auch teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte hier an.
Der Einstieg ist ab Samstag zu verschiedenen Zeiten und an verschiedenen Orten möglich, wir treffen uns aber alle um 17 Uhr am ehemaligen Fabriktor der Sandoz Laboratorien, das sich an einem Ende des Novartis Campus befindet. Weitere Details erhalten Sie bei der Anmeldung. Wir können Ihnen aber bereits verraten, dass wir für dieses Wochenende eine Vielzahl von Veranstaltungen vorbereiten. Und am Sonntagabend treffen wir uns auf dem Partyboot Gannet, wo uns kaleidoskopische musikalische Darbietungen unterhalten werden.
Albert Hofmann wäre dieses Jahr 120 Jahre alt geworden, ein Alter, das nur wenige Menschen bisher erreicht haben. Er hätte den Kopf verwundert geschüttelt und ein wenig geschmunzelt über all die Aufregung um seine Person und seine Entdeckung an diesem Tag. Wir dürfen nicht vergessen, dass er LSD zunächst als Sakrament und Medizin betrachtete und sich erst später damit abfand, dass weitaus mehr Menschen es aus anderen Beweggründen einnahmen. Er hatte verstanden, dass diese Gründe oft ebenfalls spiritueller Natur waren, eine Frage der Einstellung. Es erstaunte ihn, wenn Menschen ihm schrieben, dass sie unter dem Einfluss von LSD ihr Eheversprechen abgelegt und sogar Kinder geboren hatten. Dass Aldous Huxley 100 Milligramm LSD als Begleiter wählte, als er sich an der Schwelle zum Tod befand, berührte den Chemiker zutiefst.
Albert Hofmann war ein freundlicher und sanftmütiger Mann, der mit seiner bescheidenen und gradlinigen Art in der Schweiz viele Herzen gewann. Ihm ist es auch zum Teil zu verdanken, dass die Schweizer Regierung sowie ein wachsender Anteil der Schweizer Bevölkerung eine pragmatische Haltung gegenüber der psychedelischen Therapie einnimmt. In unserem Land wurden seit 1986 Tausende Patienten und Patientinnen mit LSD, Psilocybin, Ibogain oder Ayahuasca behandelt, auch mit MDMA oder Ketamin, und man muss inzwischen nicht mehr völlig verzweifelt sein, bevor das Bundesamt für Gesundheit eine solche Behandlung genehmigt. Jeder einzelne Fall wird offiziell geprüft, wodurch wir bisher keine unangenehmen Überraschungen erlebt haben, geschweige denn Todesfälle.
All dies hätte Dr. Hofmann glücklich gemacht. Mit Liebe und Wertschätzung für ihn und für Susi Ramstein begeben wir uns auch dieses Jahr wieder auf unsere kleine Velotour. Wir haben uns für das Motto the love bomb entschieden, um den freien Geist von LSD zu ehren und aller Negativität entgegenzuwirken: den Kriegen und Konflikten, der Ungleichheit, der Ungerechtigkeit und all den Schreckensnachrichten, die uns jeden Tag verfolgen. Amor vincit omnia! Bringen Sie also bitte ein breites Lächeln mit und fühlen Sie sich herzlich willkommen, sich uns bei diesem Vorhaben anzuschliessen.
Mit lieben Grüssen,
Susanne Seiler
P.S. Ich bin bis zum 12. März unterwegs, wenn im Cabaret Voltaire in Zürich der Psychedelic Salon mit einer Podiumsdiskussion zum Thema Ketamin stattfindet. Datum vormerken!
Besuchen Sie uns!
WIDE OPEN BOOKS
Bibliothek, Samstag/Sonntag 14 – 18 h (ab 14. und 15.3. wieder)
Film Talk, Dienstag 18 – 21 h
Kunstraum Walcheturm, Kanonengasse 20, 8004 Zurich
https://walcheturm.ch/
